Eine geologische Reise

Die Vulkane entlang des Pazifischen Feuerrings

Dort, wo die Kontinentalplatten aufeinandertreffen, entstehen nicht nur Berge, sondern gar Vulkane. Wo die Erdwärme an die Oberfläche dringt, prägt die Hitze die Landschaft – und doch ist es dort meistens kalt. Das ist kein Widerspruch, sondern die faszinierende Realität entlang der Pazifikküste. Der amerikanische Kontinent strotzt nur so vor Vulkanen, die uns vom Süden bis in den Norden begleiten und immer wieder ein Hindernis darstellen.

Manche sind schon lange erloschen und wachen nur noch still über die Umgebung. Andere sind hochaktiv, speien Feuer oder erwärmen das Wasser. In jedem Fall erinnern sie uns ständig daran, dass die gesamte Region auf wackligen Beinen steht – was die häufigen Erdbeben nur noch offensichtlicher machen.

Die Geologie Amerikas mag nicht das Interesse jedes Reisenden wecken, doch sie ist es, die das Reisen auf der Panamericana einzigartig macht. Auf den Spuren der Entstehung erklimmen wir eindrückliche Krater und springen zur Abkühlung – oder doch zum Aufwärmen? – in die zahlreichen Thermalbäder.

Warum es im Westen rumort

Ewiges Eis und bizarre Lagunen

Im National Park Cotopaxi
Auf dem Cerro Toco in Chile auf über 5000 Metern.

Begegnungen mit der aktiven Erde

In Nicaragua zeigte sich der Masaya bei unserem Besuch extrem aktiv. Leider war der Weg zum Kraterrand gesperrt, sodass wir die massiven Aschewolken nur aus der Ferne beobachten konnten.

Dafür wartete ein anderes Abenteuer: Tauchen in der Laguna de Apoyo. Dieser See liegt in einem erloschenen Vulkankrater. Ein bizarres Erlebnis, denn der Boden ist warm und fühlt sich wabbelig an wie Gelee. Der Vulkan ist zwar nicht mehr aktiv, aber die Restwärme im Untergrund ist noch deutlich spürbar.

Laguna de Apoyo, Nicaragua.
Mit Tauchausrüstung direkt vom Auto ins Wasser.
Ausblick auf den Fuego vom Acatenango. ©M.Schumacher
Camp beim Acatenango. ©M.Schumacher
©M.Schumacher

Entspannung in den Thermalquellen der Panamericana

Wo Feuer ist, wird auch das Wasser aufgeheizt. Thermalquellen gibt es auf der ganzen Strecke, mal einfacher, mal schwieriger zugänglich. Manche findet man gratis mitten in der Wildnis, andere sind Teil eines Resorts oder stark vermarktet.

Thermalhöhle in Tolantongo, Mexiko.
Thermalquelle in Bolivien auf der Lagunen Route von einer früheren Reise.
Michi in Tolantongo.

Die vulkanische Aktivität prägt die gesamte Westküste, es gibt in jedem Land mindestens ein spannender Vulkan oder eine schöne Quelle. Wir geniessen dabei die Wanderungen auf Vulkane, die natürlichen Feuerwerke oder den Sprung ins warme Wasser. Wir sind gespannt, welche Überraschungen uns auf dem Weg weiter in den Norden noch erwarten.

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