Bolivien

Ein vielseitiges Land, das manch einer auslässt, da es immer wieder schwierig mit dem Auto zu bereisen ist. Die Herausforderungen lassen wir mal beiseite, es geht jetzt nur um das Sehenswürdige und Abenteuerliche.

Amazonas

Eine Tour durch den Amazonas-Dschungel ohne Touristenhorden? Das ist hier noch möglich. Es gibt mehrere Orte, an welchen Touren angeboten werden. Die meisten starten in Rurrenabaque. Doch wenn du ungestört sein willst und dazu gleich noch eine echte Dschungel-Stadt besuchen willst, dann fahr oder flieg nach Trinidad. Der Unterschied zu Rurrenabaque ist zeitlich minim, aber dafür hast du dann die ganzen Eindrücke nur für dich allein.

Bootsausflug bei Chuchini Lodge.
Baby-Kaiman bei der Nachttour in Chuchini.

Trinidad selbst ist ein kleines Chaos, hat aber einen interessanten Markt, wo man auch eine qualitativ gute Macheten bekommt. Für die Tiere, kontaktiert ihr am Besten Chuchini Lodge. Ein Reservat 25 km von der Stadt entfernt, mitten im Dschungel. Die Anfahrt mit dem Fahrzeug kann in der Regenzeit abenteuerlich sein, oder man lässt sich mit dem Boot von ihnen abholen.

Cachuela Esperanza ist etwas weit abgelegen. Das stimmt. Aber wenn ihr bei Guayaramerin vorbeikommt, lohnt sich der Abstecher in das kleine alte Dörfchen. Die Strasse durch den Amazonas war auch sehr schön und bei uns in recht gutem Zustand. Falls sie unbefahrbar ist, ist Guayaramerin mit Rurrenabaque seit neuestem schön geteert.

Halt in Santa Rosa del Yacuma direkt bei der Lagune. Mit etwas Glück sieht man noch Rosa Delfine. Von da kann man durch den kleinen Pantanal nach Trinidad fahren. Eine eher abenteuerliche Route, die auch viele Einwohner nicht kennen, führt aber durch ein schönes Sumpfgebiet mit vielen Tieren.

Kapelle in Cachuela Esperanza.
Fahrt durch den Urwald nach Cachuela Esperanza.
Auch bekannt als das Pantanal Boliviens – Santa Rosa del Yacuma.

Yungas

Die Region entlang der Anden heisst Yungas und sticht durch die wunderschönen Nebelwälder hervor. In der Nähe von Santa Cruz lohnt sich ein Abstecher nach Buena Vista. Ein kleines Dörfchen, das viele Expats anfahren, um aus der Stadt zu fliehen. Es hat schöne Cafes, gute Restaurants und ist das Einfallstor in den Amboró Nationalpark. Ein spezielles Abenteuer ist es bei der Quesería Suiza nach Sepp oder José, den Waldmensch, zu fragen. Zwar ist er etwas chaotisch, aber er besitzt 50 Ha Wald mit vielen Tieren und Bäumen und vielleicht hat man sogar das Glück selber Schockolade machen zu können.

Kakaoschälen bei Sepp.
Riesen Orange bei Josué.
Kirche in der Chiquitanía.

Wer etwas Abenteuer sucht, soll weiter von Buena Vista richtung Cochabamba fahren. In Villa Tunari hat Josué einen kleinen Abenteuerpark, Yuraventura, eingerichtet. Es ist aber etwas für jeden dabei, denn nebst dem Klettergarten und Rafting, hat die Familie einen riesigen Früchtegarten angelegt. Der wird sehr gerne gezeigt und auch gleich probiert. Es lohnt sich, sich da durch zu essen.

Weiter von Villa Tunari kommt man nach Cochabamba. Eine sehr caotische Stadt mit dem perfekten Frühlings-Klima. Der Markt ist riesig und wenn man schon da ist, sicher sehenswert, aber ähnlich ist er auch in La Paz. Da kann man sich entscheiden, welchen man besuchen möchte.

Nicht weit von Santa Cruz entfernt, leigt das Gebiet Chiquitanía. Wunderschöne Dörfer mit Holzkirchen der Jesuiten. Sehr schön anzusehen, auch die Landschaft und die Tierwelt sind eindrücklich. Das Gebiet empfiehlt sich auch um Jaguare zu beobachten.

Andenkette

Samaipata bietet sich zum Wandern an. Hoch über der Krete. Es gibt auch ein Farmwald, ist aber nicht ein Muss, da es nördlich den Anden entlang auch immer wieder welche gibt. Das Dörfchen ist ein Hippie-Dorf. Jetzt weniger unser Geschmack, aber zum mal etwas anderes Essen eine gute Option.

Von da aus kann man auch die Ruta del Che nach Sucre fahren. Definitiv ein Highlight. Die Strecke geht hoch hinaus und tief hinunter, über verschiedene Anbaugebiete und man kann auch ein Abstecher zum Che Haus machen.

Ausblick auf der Ruta del Che.
Graeber im Fels Samaipata
Das Fort Samaipata.

Hochland

Uyuni und die Lagunen-Route muss man gesehen haben. Mit dem eigenen Fahrzeug kann man die Touristenströme umgehen. Wer sich sorgen wegen des Salzes macht, ist auch bei einer Tour gut aufgehoben. Sie bieten alle in etwa dasselbe an, auch die Qualität der Unterkünfte ist nicht besonders unterschiedlich, da das Angebot in den abgelgenen Täler einfach begrenzt ist.

Auf dem Salar de Uyuni.
Blick aus der Gondel in La Paz.
Standplatz beim Titicacasee.

La Paz ist eine riesen Stadt, aber sehr spannend zu Besuchen. Man kann sich dank den Gondelbahnen auch ganz einfach bewegen und für wenig Geld Sterne-Küche geniessen oder einen «Patagonia»-Pulli schneidern lassen.

Titicacasee, nebst Copacabana und der Isla del Sol, das Touristenziel. Es gibt auf der Strecke dahin ein paar Abstecher wie die Playa de Chuchuito in Cocotoni. Die Parks werden an den Wochenenden besucht, unter der Woche ist es ruhig und bei schönen Wetter lädt es sogar ein, in den kalten See zu hüpfen.

Key facts Bolivia

90-Tage-Visum pro Kalenderjahr für Europäer. Nicht alle Grenzen stempeln den Pass ab, manchmal gibt es nur ein Zettel mit Stempel (nicht verlieren!).

1825

Unabhängigkeit von der spanischen Krone.

12,3 m

Einwohner.

pesos bolivianos

ist die Währung, am Banco Nacional de Bolivia ohne Kommission erhältlich.

1 098 581 km²

ist das Land gross.

37

offizielle Sprachen, Spanisch und 36 indigene Sprachen.

5

angrenzende Länder: Brasilien, Peru, Chile, Argentinien, Paraguay.

0 km

Küstenlinie, aber die Armee hat eine Marine.

2

offizielle Hauptstädte. La Paz ist der administrative Sitz der Regierung, Sucre die Hauptstadt nach der Verfassung.