Ein Rückblick auf das Jahr 2025: ein Jahr voller Erlebnisse.
Im Jahr 2025 waren wir das ganze Jahr über unterwegs. Es gab kein kurzes Zurückfliegen nach Europa und auch keinen Besuch bei der Familie – wobei das nicht ganz stimmt, denn sie kamen zu uns bzw. wir besuchten Michis Schwester.
Wir haben sehr viel erlebt, überwiegend Gutes. Dennoch gibt es auch Momente, in denen das Heimweh hochkommt.
Wenn man zurückschaut, kann man gar nicht glauben, dass man so viel Zeit hatte. Das Jahr war so schnell vorbei. Hier ein kurzer Rückblick, um uns wieder in Erinnerung zu rufen, was wir alles Tolles gesehen und erlebt haben.
Peru

Das Jahr startete im Norden Perus. Wir gaben viel Geld für unsere Neujahrsfeier mit Freunden aus der Schweiz aus (viel zu viel, aber es war trotzdem lustig). Wir besuchten die dritthöchsten Wasserfälle der Welt und liefen allein zu alten Sarkophagen. Dann kam der Unfall mit dem Tuktuk und ein paar Nächte in der Garage, um die Tür zu richten. Das Fenster konnten wir erst in Kolumbien ersetzen. In der Zwischenzeit hielt das Fenster, das Michi aus einem Verkehrsschild gebastelt hatte, recht gut. Bevor wir die Grenze überquerten, haben wir noch ein paar Mal gut peruanisch gegessen: Ceviche, Chicharrones, Causa … mmm!
Ecuador


Endlich waren wir in einem kleinen Land, mussten keine Tausende Kilometer mehr zurücklegen und es war sehr abwechslungsreich. Es war definitiv eines unserer Highlights. Wir unternahmen Bergwanderungen im Schnee, tauchten im Pazifik, schwitzten im Dschungel, sahen hunderte Kolibris, einige Schlangen und Andenbären. Die Gastfreundschaft war grossartig und irgendwie klappte das meiste wie geplant.
Ein echtes Tierhighlight war Galapagos. Drei Wochen Sonne und Strand – endlich dem Regen entkommen! Wir schnorchelten jeden Tag, kauften guten Fisch auf dem Fischmarkt und schauten den Tieren zu – egal wo, egal wann. Und natürlich das Tauchen: Wir sahen Hammerhaie, Adlerrochen und Fischschwärme, in denen man nur etwas sah, wenn der Seelöwe oder Hai, die Fischbarriere durchbrach.
Kolumbien



In Kolumbien ging es toll los mit den kleinsten Affen der Welt, den Zwergseidenäffchen. Dann stand eine Fahrt durch das Guerilla-Gebiet zu Coras Geburtstag auf dem Programm, gefolgt von ein paar Wochen Aushelfen auf einer Kakaofarm und Anakondasuche in den Llanos. Dabei kam uns überraschend ein Orinokokrokodil entgegen.
Dazu kam noch eine Hippo-Safari auf dem Magdalena-Fluss – wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Danach machte Michi eine Ausbildung zum Tauchlehrer. Endlich waren wir mal einen Monat lang an einem Ort und konnten auch etwas am Auto reparieren, zum Beispiel unser Fenster.
Nur die Airbnb-Gastgeberin war eigenartig. Dahin wollen wir definitiv nicht zurück.
Venezuela
Venezuela – unser Lieblingsland! Endlich wieder ein Erlebnis! Gleich zu Beginn wurden wir vom Geheimdienst in Empfang genommen und zu einem dreistündigen Interview in einen weissen Container gebeten. Das war nicht wirklich toll. Aber sobald wir drin waren, lief alles wie am Schnürchen.

Maracaibo war wie eine Zeitreise in die 70er Jahre. Das Essen und der Service waren gut. Ein Segen nach Kolumbien. Und die Leute waren ausgesprochen nett – alle. Sie luden uns zu sich ein. Grill und Rum. Sie organisierten Diesel, wenn es mal nicht glimpflich lief.
Nur das viele Fahren machte müde. Leider ging unser Containerschiff nach Panama von Kolumbien aus, sodass wir eine Rundreise durch das riesige Venezuela machen mussten. Stundenlang sassen wir im Auto und hatten hin und wieder Streit. Doch die Goldsuche im Wilden Süden Venezuelas hat alles wieder zurechtgerückt.
Erneut Kolumbien!
Zurück in Kolumbien hiess es, zwei anstrengende Wochen zu überbrücken, bis das Schiff ablegte. Es lief alles glatt, doch das ständige Warten und die spärlichen Informationen waren nervig. Doch dank unseres „Containerbuddies” konnten wir ein paar Nächte lang Luxus im Hilton in Cartagena und Panama geniessen. Sogar das Waldorf Astoria war für eine Nacht unsere Bleibe. Trotzdem waren wir froh, als das Auto heil ankam und wir wieder in unserem eigenen Bett schliefen.


Panama
In Panama gab es wieder viel Natur: Wir tauchten im Pazifik, beobachteten Wale, wanderten am Vulkan Barú und entlang des von Dschungel umgebenen Panamakanals. Es gab aber auch viel zu tun: Wir verbrachten zwei Wochen in Panama-Stadt, um die Abdichtung zu erneuern und einen Rostschutz aufzutragen. Allerdings war Regenzeit, also kein ideales Wetter. Es lohnte sich jedoch, denn wir lernten neue, tolle Leute kennen.
Costa Rica
Costa Rica – das grüne Paradies. Die Leute sind zwar sehr an Touristen gewöhnt, die Preise sind sehr hoch und nichts ist umsonst – ausser am Strand zu stehen. Das haben wir ausgenutzt. Zehn Tage waren wir allein in San Josecito auf Osa. Jeden Tag haben wir etwas gewandert, gekocht und gelesen. Irgendwann war jedoch alles so feucht und klamm, dass wir zurück aufs Festland mussten.

Wir haben Tapire, Affen, Schlangen, Frösche, Aras, Waschbären und Nasenbären gesehen. Wir haben Baby-Schildkröten freigelassen und grosse im Wasser schwimmen sehen. Wale und Delfine. Es gab viele, viele Tiere.

Auch die Familienzeit war schön. Einen Monat lang waren wir bei Michis Schwester. Ihre zweite Schwester kam auch zu Besuch und mit ihr, ihrer Nichte und ihrer Familie haben wir ebenfalls eine schöne Zeit verbracht. Wir haben lecker gegessen, viel gewaschen und ständig gegen den Schimmel angekämpft.
Zum Schluss gab es noch mehr Besuch aus der Schweiz. Coras Freunde kamen zu Besuch und brachten uns viele Teile fürs Auto mit – und natürlich Schokolade! Ausserdem haben wir neue Freunde kennengelernt. Wir haben eine ganz tolle Woche mit ihnen verbracht. Ein gebührender Abschluss für Costa Rica.
Nicaragua
In Nicaragua gab es keine Schwierigkeiten oder Komplikationen. Alles lief wunderbar am Zoll. Es wurde wieder heiss und es regnete weniger. Wir haben einige Städte besucht: Granada und León. Wir waren nachts unterwegs und haben uns alt gefühlt unter den Backpackern.


Wir sind noch in einem Vulkankrater tauchen gegangen, was sehr eindrücklich war. Leider konnten wir einen anderen Krater nicht besuchen, da er ausgebrochen ist. Michi hatte schon Angst, dass er seinen Geburtstag nur mit Cora verbringen müsste, doch dann entschied das Schicksal anders. Im letzten Moment bekamen wir die Kontaktdaten von Orlando und Nubia (ein Schweizer und eine Nicaraguanerin), die uns herzlich in Empfang nahmen. Es gab drei Tage lang Rum und Cola, etwas Bier und leckeres Essen. Wir besuchten auch eine Kaffeefarm. Danach ging es weiter zur Grenze.
Honduras

Honduras: Zur Begrüssung gab es erst zwei Stunden Stau an der Grenze und dann eine Pizza, die in die Windschutzscheibe flog. Nicht gerade der beste Start. Doch die ersten Tage neben einem alten Aparthotel waren ganz gemütlich und auch das nächste Ziel in den Bergen – wieder einmal Nadelbäume – war entspannend. Weniger schön war das Fahren, die Spinnen auf der Strasse.
Das Essen war mittelmässig. Der letzte Tag war jedoch schön: Wir haben lokale Weberinnen besucht, sind durch ein koloniales Städtchen gelaufen und haben Cowboy-Stiefel für Michi gekauft. Zum Schluss ging es noch ins Thermalbad zum Entspannen. Eine Woche war genug.

El Salvador


Ein kleines Kolonialdörfchen, gute Pupusas (gefüllte Tortillas), viel Ruhe und eine Wanderung auf den Vulkan Santa Ana; nur das Wetter spielte nicht mit. Dazu gab es eine tolle Offroad-Strecke durch die Berge und ein kurzes Bad im Pazifik.
El Salvador war voller netter Leute, und man fühlte sich überall sicher. Nur wollten wir Weihnachten nicht alleine feiern. Da wir auf keine anderen Reisenden trafen, entschieden wir uns doch noch, weiter nach Guatemala zu fahren.
Guatemala
Guatemala empfing uns gut. Wir wurden von den Besitzern des Campingplatzes zu Heiligabend eingeladen. Es gab ein paar Gläser Rum und leckeres Essen. Die letzten Tage des Jahres verbringen wir mal wieder in einer Stadt. Wir verlieren uns in den Gassen von Antigua und feiern mit anderen Overlandern auf dem Campingplatz.
Auf viele weitere Abenteuer im 2026!


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