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	<title>Sicherheit &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Keine Angst vor Mexiko! Ein Reisefazit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Kontinent voller Gefahren, korrupte Polizisten und Narcogewalt an jeder Ecke? Vor unserer Reise durch Lateinamerika wurden wir ständig gewarnt. Nach drei Jahren im Land Cruiser und 34 Kontrollen in Mexiko ziehen wir eine überraschende Bilanz: Warum die Realität auf den Strassen ganz anders aussieht als in den Medien – und mit welchen 3 goldenen Regeln wir sicher durchgekommen sind.]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Wie sicher ist das Reisen im Fahrzeug durch Lateinamerika und insbesondere Mexiko?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">«Weisst du, ich habe diesen Stellplatz eröffnet, um den Reisenden die Angst vor Mexiko zu nehmen»,&nbsp;erzählt uns Raúl auf seiner Ranch im Norden der Halbinsel Baja California. Die Ranch liegt keine Stunde von der Grenze zwischen&nbsp;Mexiko und den USA entfernt. Viele Menschen fürchten diese Grenze. Es gibt Reisende, die glauben, sobald sie herüberfahren, werden sie überfallen und an jeder nächsten Ecke stehe ein korrupter Polizist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind am Ende unserer Reise durch Mexiko. Raúls Ranch ist unser letzter Stopp vor dem Grenzübergang. Und ehrlich gesagt:&nbsp;Uns muss er nicht mehr überzeugen, uns hat Mexiko längst verzaubert. Der Aufenthalt bei ihm ist der überraschende,&nbsp;krönende Abschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir verbringen Karfreitag mit Fisch-Tacos am Lagerfeuer, zusammen mit seiner Familie und Freunden, die zu Ostern hergekommen sind. Die Pferderanch ist so idyllisch, dass wir anstatt einer Nacht&nbsp;gleich vier weitere bleiben &#8211; und den Grenzübergang in die USA solange wie möglich herauszögern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ist es so gefährlich, durch Lateinamerika zu reisen?</strong></h3>
</div>
</div>



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<p class="wp-block-paragraph">Genau wie Raúl&nbsp;haben auch wir vorab sehr viel Negatives über&nbsp;Lateinamerika gehört. Ein Kontinent voller Gefahren, überall herrsche Gewalt und lauere die Korruption. Was wir tatsächlich davon gesehen haben? Sehr wenig.</p>
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</div>
</div>



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<p class="wp-block-paragraph">Und nein, wir sind nicht nur die &#171;sicheren&#187; Strecken gefahren. Wir sind in Bolivien, Brasilien und Peru durch Koka-Anbaugebiete gereist. Wir haben die Guerilla in Kolumbien besucht. Wir waren abseits der Touristenströme unterwegs, sind mitten durch den Dschungel und durch Kartellgebiete gefahren. Das grösste Highlight? Das Land Venezuela als Maduro noch voll im Sattel sass.</p>
</div>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine Liste der Absurditäten: Whisky, Strassensperren und </strong><em><strong>Trinkgeld</strong></em></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2646" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-scaled.jpg 1441w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine der vielen kleinen Strassen durch ländliche Gebiete.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht, dass wir blind überall durchgebrettert sind, nur auf der Suche nach Abenteuern. Wir haben mit den Menschen, die vor Ort leben, gesprochen – sehr viel und sehr intensiv. Dabei ging es nicht nur um die schönen Seiten, sondern auch um&nbsp;ihre täglichen Schwierigkeiten.</p>
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</div>



<p class="wp-block-paragraph">Wir waren mit Arm und Reich, Hergezogenen und Einheimischen in Kontakt. Dabei haben wir Korruption durchaus hautnah miterlebt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Militärpatrouillen, die kurz vor Beginn der Ernte plötzlich auf der Kaffeefarm auftauchen, um mal wieder zu zeigen, wer hier der “gute Freund” ist. &nbsp;</li>



<li>Polizei, die monatlich ihre Ration Whisky abholt, damit das Hotel einen Monat weiterlaufen kann.</li>



<li>Ein hochrangiger Kommandant, der dank wöchentlicher Geldüberweisungen immer per Telefon erreichbar ist, wenn normale Warenlieferungen durch das Land müssen.</li>



<li>Indigene, die öffentliche Strassen sperren und Geld fürs Weiterfahren verlangen oder aus Protest gleich alle Hauptverkehrsachsen wochenlang blockieren.</li>



<li>Polizisten, die Kontrollen durchführen und Bussen verteilen, obwohl man alles genau gleich gemacht hat wie die Einheimischen. Aber als Ausländer war es dann eben doch nicht ganz erlaubt, an jener Stelle mit weiteren zehn Autos links abzubiegen. Die nette Aufforderung, etwas “Trinkgeld” zu geben, inklusive.</li>



<li>Oder ein generelles Nachtfahrverbot zwischen 18 und 6 Uhr im Guerillagebiet.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste scheint lang und zeigt durchaus, wie kompliziert das Leben in diesen Ländern sein kann. Doch die weitaus meisten Tage haben wir rein gar nichts davon erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Polizei- und Militärkontrollen gab es Empfehlungen, in Venezuela haben wir ab und zu Kaffee bekommen und meistens den einen oder anderen lustigen Kommentar. Mexiko bildete da keine Ausnahme.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sicherheit bei der Reise durch Mexiko: Unsere Erfahrung</strong></h3>
</div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mexiko ist das letzte lateinamerikanische Land auf unserer Reise nach Alaska. Vor der Einreise in das südlichste Land Nordamerikas werden wir ständig gewarnt – wieder viel mehr als bei den anderen Ländern. Das letzte Mal passierte uns das in dieser Intensität vor <a href="https://travelandwildlife.de/nicaragua-die-gefuerchtete-grenze/" data-type="post" data-id="2234">Nicaragua </a>und <a href="https://travelandwildlife.de/zwischen-nervenkitzel-und-herzlichkeit/" data-type="post" data-id="1805">Venezuela</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hiess, wir würden unzählige Polizeikontrollen erleben. Das Militär sei stark präsent. Es lauere vermehrt Korruption oder indigene Gemeinschaften, die Geld verlangen, um weiterzufahren. Es gäbe viele gesperrte Strassen und natürlich die Narcogewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merkst du was? Eigentlich die gleiche Liste wie zuvor. Definitiv nichts, was wir nicht schon kannten oder gehört hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da wir von Süden kamen, schreckten uns die negativen Meldungen nicht so schnell ab wie viele andere Reisende, die von Norden einreisen. Solche Warnungen hatten wir von fast jedem Land gehört &#8211; und nach über 200 Polizeikontrollen in Venezuela bringen uns diese auch nicht so schnell aus der Ruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wir entscheiden uns, die Kontrollen spasshalber wieder mal aufzuschreiben. Das Resultat? In knapp zwei Monaten sind wir durch 34 Kontrollstellen gefahren. Bei 12 wurden wir angehalten, und bei 7 mussten wir den Kofferraum öffnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geld verlangt? Das hat keiner.&nbsp;Kein einziges Mal.&nbsp;Nicht einmal ansatzweise.</p>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zwischen Kartellgewalt und normalem Alltag</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mexiko ist kein sicheres Pflaster &#8211; erst recht nicht in bestimmten touristischen Regionen oder im direkten Umfeld der berühmt-berüchtigten Drogenkartelle. Der allgemeine Alltag der meisten Menschen ist trotzdem nicht von Gewalt geprägt.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2648" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-scaled.jpg 1441w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unfälle passieren leider sehr oft. Der Verkehr auf den Strassen ist die grösste Gefahr für jeden Overlander.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen, die wir kennengelernt haben, haben sich mit den Eigenarten Mexikos arrangiert. Sie wurden alle schon von der Polizei kontrolliert und um eine kleine <em>Spende </em>gebeten. Es gab Ausgangssperren wegen Gewalteskalation, und auch sie kennen unzählige Geschichten darüber, was die Kartelle anstellen. Ihr Leben ist zwar etwas näher dran an diesen Problemen, doch auch für sie ist es nicht durchgehender Alltag.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keiner, mit dem wir Kontakt hatten, hat uns von Erpressung oder Schutzgeldzahlungen erzählt. Was wir von anderen Ländern hautnah miterlebt haben. Dass es das in Mexiko gibt, ist unbestritten. Dass der Drogenhandel und das illegale Milieu viel Geld erwirtschaften, die Politik und Justiz untergraben, Gewalt säen und vieles verkomplizieren, ist eine Tatsache. Vor allem in armen Gebieten, wo&nbsp;jungen Arbeitslosen schnelles Geld versprochen wird. Zudem wird die Narcowelt über Narcocorrido-Lieder, die es sogar in die Hitparaden schaffen, regelrecht salonfähig gemacht und verharmlost.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Land, in dem jedoch 134 Millionen Menschen leben, ist das nicht die Realität der Mehrheit. Nur die Aufmerksamkeit der Medien bleibt daran haften &#8211; und die Kartelle wissen ganz genau, wie sie diese Aufmerksamkeit generieren. Ein bleibendes Beispiel ist der Tod von El Mencho im Februar und die darauffolgenden Blockaden im ganzen Land. Wenn Kartellmitglieder eines wissen, dann, wie man schnell einen Staat lahmlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sogar im Bundesstaat Jalisco, dem Hauptsitz des Kartells Jalisco Nueva Generación, gibt es ein Leben, das nicht unmittelbar im Drogenhandel stattfindet. Die meisten Menschen leben völlig normal – nur immer ein kleines Stück näher an der dunklen Seite, als es in Europa der Fall ist.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading">Die grösste Gefahr für Reisende?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr für uns als Touristen besteht &#8211; auch hier wieder &#8211; vor allem dort, wo es viele Touristen gibt.&nbsp;Da, wo andere wissen, dass bei Urlaubern etwas zu holen ist, kann es brenzlig werden. Meistens sind es Einbrüche in die Autos&nbsp;oder eben die Polizei und ihre <em>Unterstützungsgelder</em>. Denn obwohl alle Papiere in Ordnung sind, kann man es als Polizist mit eher schlechtem Lohn ja mal probieren. Viel zu verlieren hat der Beamte selten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben nichts dergleichen erlebt in Mexiko, kennen doch aber Erzählungen anderer Reisender aus erster Hand. Unsere Kontrollen sind alle glimpflich verlaufen. Vielleicht hilft uns dabei unsere Herangehensweise: Wir erwarten zuerst einmal nichts Negatives. Genau wie bei einer Kontrolle in Europa machen die Sicherheitskräfte an erster Stelle ihren Job.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Taktik: Vertrauen, aber mit System</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das heisst aber nicht, dass wir alles dem Zufall überlassen. Schon bevor wir überhaupt in eine Kontrolle geraten, machen wir uns Gedanken, wie wir in welcher Situation reagieren würden &#8211; ja, auch in sehr heiklen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schlüsselwort lautet: Situational Awareness. Wir wollen wissen, was um das Fahrzeug herum passiert. Dafür haben wir einerseits eine Dashcam und weitere kleine Kameras installiert. Die Sicherheitskräfte dürfen auch gerne mitbekommen, dass sie gefilmt werden. Zudem haben wir uns für unsere eigene Sicherheit entschlossen, alle Türen immer verschlossen zu halten – auch bei einer Kontrolle.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="578" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-578x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2588" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-578x1024.jpg 578w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-2000x3546.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-scaled.jpg 1444w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Sand auf der Baja California stecken zu bleiben, ist wahrscheinlicher als ausgeraubt zu werden.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das heisst, die Polizei kann nicht einfach die Hecktüre aufreissen. Sie müssen warten, bis einer von uns den Motor ausgeschaltet, die Fahrertür geöffnet und wieder geschlossen hat und nach hinten läuft, um zu öffnen. So können nicht mehrere Personen gleichzeitig das Auto durchsuchen, sondern die Aufmerksamkeit liegt an einer einzigen Stelle. Dabei ist das Innere&nbsp; des Land Cruisers so konzipiert, dass man als Erstes an den Erste-Hilfe-Koffer kommt. Das hinterlässt immer einen ersten positiven Eindruck.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine beliebte Masche in Mexiko scheint es zu sein, das Portemonnaie durchsuchen zu wollen. Wir haben uns seit Beginn der Reise angewöhnt, keine Wertsachen offen herum liegenzulassen. Der echte Geldbeutel ist zwar zugänglich, aber man muss wissen, wo er ist. Ausserdem sind unsere Fahrzeugpapiere, die Führerscheine und die Pässe strikt vom Geld getrennt. So kommen die Beamten gar nicht erst in Versuchung, weiterzusuchen. Ein kleines Säckchen mit ein paar 5-Dollar-Scheinen liegt dafür griffbereit im Handschuhfach – man weiss ja nie, falls man doch mal zeigen muss, dass man Geld dabei hat. Dazu packen wir ein paar abgelaufene Kreditkarten.</p>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sind die Landstrassen derart gefährlich?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde uns im Vorfeld oft empfohlen, in Mexiko nur die Mautstrassen (cuotas) zu fahren, da sie sicherer seien. Hm.&nbsp;Wenn man die vielen Bodenwellen damit meint, dann stimmt es – und man spart viel Zeit, sie sind aber auch horrend teuer. Wenn man damit die Polizeikontrollen meint, dann hatten wir die meisten tatsächlich auf den Mautstrassen und nicht in den kleinen Dörfern. Quer durch die Berge, wo bekannt ist, dass sich Kartelle um Besitz bekämpfen, sind wir allerdings nicht gefahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mexiko verlassen wir mit Tränen in den Augen. Denn wir haben auch hier die Gastfreundschaft Lateinamerikas in reinster Fülle erfahren. Das lange Osterwochenende auf Rancho La Bellota war ein würdiges Ende. Es gibt keine bessere Beschreibung für die Menschen Lateinamerikas: gutes Essen, tiefe Gespräche, viel Gelächter und eine wahnsinnige Herzlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau wie in Südamerika haben wir uns immer aktiv informiert: bei der Polizei, bei den Einwohnern, bei anderen Reisenden oder über Reise-Apps. So kann man sich ein gutes Bild der aktuellen Lage machen. Hat man ein schlechtes Bauchgefühl, empfiehlt es sich immer, eine andere Route zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine einzige Erkenntnis von dieser Reise mit nach Hause nehmen, dann diese: <strong>Die allermeisten Menschen sind im Kern einfach gut.</strong></p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Unsere 3 goldenen Regeln für Sicherheit in Lateinamerik</strong>a</h4>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>System statt Zufall:</strong> Überlegt euch im Vorhinein, wie ihr in bestimmten Situationen reagieren wollt, solltet oder könnt. Klare Abläufe schaffen Sicherheit, wenn es mal hektisch wird.</li>



<li><strong>Lokale Infos sammeln:</strong> Fragt Polizisten, Einheimische und andere Overlander nach der aktuellen Lage vor Ort.</li>



<li><strong>Bauchgefühl und Lagebeurteilung:</strong> Habt ihr ein schlechtes Gefühl bei einer Route? Dreht um und sucht nach Alternativen. Das Wichtigste ist: Seid euch immer bewusst, was um euch herum geschieht (<em>Situational Awareness</em>).</li>
</ol>
</div>
</div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ist El Salvador jetzt gefährlich oder nicht? Wir wurden genau so oft gewarnt, davor dahin zu reisen, wie sie uns gesagt haben, dass es unter Bukele jetzt sicher sei. Hier unser Erlebnis.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Grenze wirkt aufgeräumt und sauber. Die Beamten sind organisiert, nur wenige Leute stehen an, um von Honduras nach El Salvador einzureisen. Die Strassen sind in gutem Zustand, und die Fahrt geht zügig voran Richtung Suchitoto, einem malerischen Dörfchen im Osten des Landes. Auch hier ein ähnliches Bild: Es ist wenig los, alles wirkt ordentlich. Erst als wir an unserem Übernachtungsplatz am See ankommen, bricht die Idylle: Das gesamte Ufer ist mit Plastik zugemüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser erste Tag steht sinnbildlich für die Lage im kleinsten Land Zentralamerikas. Einerseits Ordnung und Sauberkeit, andererseits massive Probleme hinter den Kulissen – oder schauen diese bereits langsam hervor?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines vorweg: Unsicher haben wir uns nie gefühlt. In keinem einzigen Moment. Auch nicht, als wir am See am einzigen einigermassen sauberen Punkt übernachteten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Land im Wandel</h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Salvadoreños sind stolz auf die Veränderung der letzten Jahre. Galt El Salvador 2017 noch als eines der gefährlichsten Länder der Welt, zählt es 2025 – neben Kanada und Uruguay – zu den sichersten in ganz Amerika. Wir fahren weiter in die Nähe der Hauptstadt San Salvador. Überall wird gearbeitet: Autobahnen werden ausgebaut, Strassen erneuert, Gebäude hochgezogen. Es läuft, es wird investiert. Das Land und vor allem sein Präsident geben sich modern und offen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Sicherheit hat Priorität, und die Mordrate ist drastisch gesunken. Doch die Frage bleibt: Zu welchem Preis?</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Die Popularität Bukeles</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Menschen, mit denen wir gesprochen haben, sind zufrieden mit der Regierungsleistung. Umfragen aus dem Jahr 2025 bestätigen, dass 85 % der Bevölkerung hinter Präsident Bukele stehen – ungeachtet der Tatsache, dass seine Wiederwahl eigentlich verfassungswidrig war. Das Volk hat ihn gewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2022 lebt El Salvador im Ausnahmezustand. Was ursprünglich für 30 Tage angesetzt war, wurde schon 20 Mal verlängert und besteht bis heute. Auslöser war ein schwarzes Wochenende, an dem 88 Menschen ermordet wurden. Seither führt der Staat «ein Krieg gegen die Banden». Unter anderem wurde ein riesiges Hochsicherheitsgefängnis für «Terroristen» gebaut, das Platz für 40&nbsp;000 Häftlinge bietet – eine Erweiterung auf die doppelte Kapazität ist bereits im Gespräch.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Schattenseiten und Menschenrechte</h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-7-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2289" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-7-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-7-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-7-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-7-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Weg zum Santa Ana Vulkan.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-6-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2288" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-6-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-6-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-6-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-6-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Stehplatz im National Park Santa Ana.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-8-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2290" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-8-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-8-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-8-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/02/El-Salvador-8-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Verbrennung des Zuckerrohrs nach der Ernte.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Doch wer hinter Gittern landet, ist nicht immer ein Verbrecher. Menschenrechtsaktivisten schlagen Alarm: Viele werden bei willkürlichen Razzien festgenommen und schmoren jahrelang in Untersuchungshaft. Sogar Kinder werden wegen angeblicher Bandenmitgliedschaft eingesperrt, oft ohne Beweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem ist die Korruption weiterhin präsent. Die Menschen verdienen trotz der vergleichsweise hohen Preise wenig – das gilt besonders für Staatsangestellte. Und dennoch überwiegt bei vielen die Zufriedenheit. Sie geniessen es, sich ohne die ständige Angst vor Gewalt im Land bewegen zu können. Kritische Stimmen hörten wir selten, und wenn, dann eher zur wirtschaftlichen Lage. El Salvador ist teuer geworden, die Inflation ist auch dort angekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Salvadoreños sind freundlich. Sie grüssen viel und immer wieder werden wir gefragt, wie es uns gefällt. Stolz werden wir darauf hingewiesen, dass es überall sicher sei und wir überall übernachten könnten. Für diese Region ist das tatsächlich aussergewöhnlich.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein Blick in die Zukunft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es mit Bukele weitergeht? Keine Ahnung. Ob er seine Ansprüche irgendwann mässigt oder sich immer weiter zum Diktator entwickelt, wird die Zeit zeigen. Momentan scheinen die Salvadoreños zufrieden zu sein. Doch ob sie langfristig die Balance zwischen Repression, Sicherheit und Demokratie finden werden, bleibt offen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/zwischen-nervenkitzel-und-herzlichkeit/" data-type="post" data-id="1805">Venezuela: die ersten Tage</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Südamerika – was heisst gefährlich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben fast alle Länder Südamerikas besucht - und genau die, vor denen uns alle gewarnt haben, haben uns am besten gefallen. Hier mal eine Überlegung, was Sicherheit alles sein kann.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Viele Länder in Südamerika gelten als gefährlich. Die Botschaften geben Warnungen heraus: Man soll sich vor Diebstahl, Überfällen und Betrug in Acht nehmen. Doch unserer Erfahrung nach trifft das auf viele Städte der Welt zu – nicht nur auf diesem Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reisehinweise zu lesen ergibt sicher Sinn. Wenn man sie aber zu eng auslegt, traut man sich kaum mehr aus der eigenen Umgebung heraus. Dennoch ist die Realität in vielen Ländern ausserhalb Europas tatsächlich eine andere. Wir haben schon darüber berichtet, wie wir uns bewegen und wie wir für uns die grösstmögliche Sicherheit gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit wir in Venezuela unterwegs sind, hat sich auch unser Bild davon verändert, was Sicherheit eigentlich bedeutet. Politisch hatten wir bisher keine grossen Hürden. In den meisten Ländern sind Touristen willkommen. Die Probleme bestehen oft zwischen kriminellen Gruppen – und betreffen in erster Linie die Menschen, die dort leben. Meist kann man diesen Konflikten aus dem Weg gehen, indem man bestimmte Gebiete und Grossstädte meidet.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong>Sicherheit hat viele Gesichter</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheit auf Reisen besteht aus mehreren Ebenen. Einerseits gibt es die unmittelbare Gefahr durch Kriminalität – von Gelegenheitsdiebstahl bis hin zu Überfällen oder Entführungen durch Banden. Andererseits kann auch der Staat selbst zur Bedrohung werden: etwa durch korrupte Sicherheitskräfte oder politische Instabilität, wie im Fall von Guerillas oder Kartellen, die durch Entführungen oder Erpressung ihre Ziele verfolgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Unterwegs im Alltag: Beobachtungen und Strategien</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Persönliche Sicherheit</strong> ist für uns vor allem in Städten wie <em>Santa Marta</em> (Kolumbien) oder <em>Puerto Ordaz</em> (Venezuela) ein Thema – dort sowie an Grenzübergängen waren wir besonders vorsichtig. Abseits der Städte war die Lage meist entspannter, die Menschen hilfsbereit und oft überrascht, Ausländer zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein einfacher, aber effektiver Trick: nicht mehrfach dieselbe Strecke fahren – so erschwert man gezielte Überfälle. In Kolumbien durchquerten wir ein Guerillagebiet. An den Checkpoints sprachen wir mit den Leuten vor Ort, die uns versicherten, dass es am Tag kein Problem sei. Klare Regeln standen sogar auf Schildern: keine Bewegungen zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens, getönte Scheiben und Planen offen lassen, das Gesicht nicht verdecken – damit man erkennt, wer da durchfährt.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_schild_guerrillas-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1688" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_schild_guerrillas-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_schild_guerrillas-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_schild_guerrillas.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Regeln im Guerrilla-Gebiet im Guaviare, Kolumbien.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_guerrillas-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1686" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_guerrillas-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_guerrillas-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_guerrillas.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unterstützung ist meistens willkommen, auch mit Munitionskiste auf dem Beifahrersitz.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfer wussten natürlich, dass wir Touristen sind. Und tatsächlich: Sie hatten ein Interesse daran, dass Reisende durchkommen – der Tourismus bringt Geld. Leider untergraben sie das immer wieder selbst, indem sie Regierungstruppen angreifen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong>Sicherheit durch lokale Netzwerke</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am letzten Reisetag nach einer langen Matschstrecke halfen wir einem kleinen Sedan mit Munitionskiste aus dem Graben. Am Abend fragten wir einen lokalen Kontakt, ob es sicher sei, die letzten Kilometer im Dunkeln zu fahren. Ihre Antwort: &#171;Ab hier kein Problem mehr.&#187; Einen Tag zuvor – nur 100 Kilometer weiter – hatte man uns noch ausdrücklich gewarnt, ab 18 Uhr nicht mehr unterwegs zu sein. Wir hatten uns entsprechend frühzeitig um einen Stellplatz gekümmert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schöne am Reisen: Die meisten Menschen vor Ort freuen sich, Reisende kennenzulernen. Anfangs ist manch einer vielleicht skeptisch, aber das legt sich oft schnell, wenn sie merken, dass wir nicht die typischen Touristen sind. Viele geben uns dann gerne Tipps.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Küstenregion Kolumbien: Wenig Gastfreundschaft, viel Misstrauen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der kolumbianischen Karibik fühlten wir uns am wenigsten sicher. Die Menschen dort waren oft unfreundlich, manchmal sogar ablehnend. Vermutlich sehen sie zu viele Touristen – und glauben, da ist immer etwas zu holen. Mehrfach versuchte man, uns übers Ohr zu hauen. Zum Glück kannten wir die ungefähren Preise und konnten gegenhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kolumbien erlebten wir auch das erste Mal Gewalt direkt: Zwei Männer gingen mit Macheten aufeinander los – mitten auf der Strasse. Wir sind schnell weitergefahren. Es zeigt sich immer wieder: Wo viele Touristen sind, gibt es auch viele, die daran verdienen wollen – ehrlich oder nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Polizeikontrollen, Schmuggelrouten und rechtliche Grauzonen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Abseits der Touristenpfade sind Polizisten oft nicht gut informiert. Viele wissen gar nicht, welche Regeln für ausländische Fahrzeuge gelten. Das macht sie allerdings auch weniger anfällig für gezielte Abzocke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In konfliktreichen Regionen, besonders an Grenzen mit viel Schmuggelaktivität, versuchen wir, möglichst wenig Zeit zu verbringen. Diese Städte sind selten schön, und je kürzer der Aufenthalt, desto geringer das Risiko. Dort, wo es etwas zu holen gibt – sei es Waren, Kontrolle oder Geld – steigt auch die Kriminalität.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_laden-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1687" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_laden-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_laden-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/07/Sicherheit_laden.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gitter zur Sicherheit, so dass man arbeiten konnte in Venezuela.</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Wie war <strong><strong>Venezuela</strong></strong>?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Venezuela haben wir eine <strong>andere Art von Sicherheit</strong> erlebt. Raubüberfälle sind selten, und auch Entführungen durch Banden haben laut unseren Gesprächen deutlich abgenommen. Das bestätigten uns Polizei, Militär, Einheimische und Ausländer, die schon lange dort leben. Seit etwa fünf Jahren sei es spürbar besser – auch wenn sich die Stimmung langsam wieder verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der vielen Kontrollpunkte – allein im letzten Monat 209 an der Zahl – wurden wir überall korrekt behandelt. Meist winkte man uns durch, ab und zu wurden Papiere kontrolliert. Einmal bekamen wir Wasser, ein anderes Mal sogar Kaffee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unwohl fühlten wir uns erst kurz vor den Bürgermeisterwahlen. Sie wurden nur einen Monat zuvor ausgerufen – ein Zeichen, wie schnell sich politische Verhältnisse ändern können. Momentan sind Ausländer willkommen, weil sie Devisen mitbringen. Aber das kann sich jederzeit drehen, wenn politische Motive überwiegen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong>Zwischen Klischee und Realität</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele hatten uns vor Venezuela und Ecuador gewarnt. Doch gerade diese beiden Länder haben uns <strong>positiv überrascht</strong>. Ja, sie haben ihre Gefahren– das darf man nicht beschönigen. Für die lokale Bevölkerung ist das Leben oft hart. <strong>Doch wir haben uns dort sicherer gefühlt als in vielen anderen Ländern</strong> – insbesondere im Vergleich zu Kolumbien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal mehr zeigt sich: <strong>Man sollte mit anderen Reisenden sprechen</strong>. <strong>Denn Urlaub machen, durchs Land reisen oder dort leben – das sind ganz verschiedene Erfahrungen.</strong></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Zur Erinnerung: Das sind unsere Erfahrungen und die unterscheiden sich von anderen Reisenden. Egal wohin du gehst, ist es besser gut vorbereitet zu sein; und falls du dich unsicher fühlst, such nach der Option, die für dich stimmt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/einmal-alles-strassenverhaeltnisse-in-suedamerika/" data-type="post" data-id="1459">Strassenverhältnisse in Südamerika: einmal alles</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einmal alles: Strassenverhältnisse in Südamerika</title>
		<link>https://travelandwildlife.de/einmal-alles-strassenverhaeltnisse-in-suedamerika/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 10:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Südamerikanische Strassen sind vielfältig, es gibt alles und man kann seine Routen dem Fahrzeug entsprechend wählen. Doch auch Nationalstrassen können hier abenteuerlich sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Abwechslungsreich</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">So sind die Strassen in Südamerika. Sie sind sehr unterschiedlich und die Verhältnisse ändern sich oft je nach Jahreszeit. Doch im grossen und ganzen sind die Länder mit jedem Typ Fahrzeug befahrbar. Nur die Strecken muss man dementsprechend wählen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Autobahnen und Mautstrassen</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-768x1024.jpg" alt="Strassenbau auf dem Weg nach Machu Picchu" class="wp-image-1464" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Strassenbau auf dem Weg nach Machu Picchu</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptrouten sind geteert, es gibt meistens gute Schnellstrassen und auch Autobahnen. Vor allem zwischen den grossen Städten kommt man gut vorwärts. Meistens bezahlt man eine Maut, je nach Land ein paar wenige Cents wie in Bolivien, (obwohl ihre Tarife sehr intransparent waren) oder fix immer einen Dollar wie in Ecuador.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Autobahnen sind in guten Zustand und eigentlich immer mit Maut belastet. Nur die Bremsschwellen, die zur Geschwindigkeitsbegrenzung genutzt werden, sind eine grosse Gefahr. Die meisten einheimischen Autofahrer, auch solche mit Top-Geländewagen, bremsen kurz vorher sehr stark ab, da läuft man Gefahr aufzufahren – mehr Abstand halten lohnt sich. Und natürlich, darf man nicht vergessen, dass man auf der Autobahn alles antrifft: Spaziergänger, Mopedfahrer, Reiter, Kühe, Lamas, alles was vorstellbar ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schlamm und Schlaglöcher</strong></h3>
</div>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Landstrassen können gerade erst neugemacht sein oder viele Löcher haben. Die Bergstrassen sind auch immer eine Wundertüte – auch wenn sie eine Nationalstrasse sein sollen, heisst es noch lange nicht, dass man da überhaupt 50 km/h fahren kann.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1462" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-1024x768.jpg 1024w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-300x225.jpg 300w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-2000x1500.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Luft ablassen in Brasilien.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die kleineren Strassen können Löcher haben und man muss immer auf alles gefasst sein. Doch das gilt für überall. Da bietet sich ein hochgelegtes Auto an. Es muss nicht mal zwingend 4&#215;4 sein, aber einen zweiradantrieb ohne Höherlegung ist durchaus limitiert. Und vor allem wird jedes Schlagloch (davon gibt es viele) zur grösseren Zitterpartie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es die nicht geteerten Strassen: manche sind genial, andere fast nicht befahrbar. Das hängt vor allem davon ab, wann sie das letzte Mal instandgehalten wurden und ob es gerade Regenzeit ist. Somit können sich die Verhältnisse innerhalb Monate, bzw. von einem Tag auf den anderen verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berge könne abrutschen, da gibt es stellen, die bekannt dafür sind. Dann bleibt von der ursprünglichen Strasse nicht viel übrig, ein Durchkommen kann man gleich vergessen. Die einheimischen Busfahrer wissen aber meist wie die Lage gerade aussieht. Nachfragen hilft, oder umdrehen, wenn’s nicht weiter geht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist <strong>Allrad Pflicht?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten strecken sind ohne 4&#215;4 befahrbar; wenn es sehr schlammig oder steil ist, sind wir trotzdem froh darüber, oft gibt es aber auch alternative Strecken, die einfacher sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigene Fahrkönnen ist unserer Erfahrung nach fast wichtiger als ob man zwei- oder vierrad-Antrieb hat. Manche Fahrer kommen mit ihrem 2WD weiter als jeder Geländewagenfahrer. In einen guten Off-Road-Fahrkurs vor der Reise zu investieren lohnt sich, da lernt man auch gleich das Auto besser kennen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Drei Mal ging’s nicht mehr weiter</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1463" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Strassenbau in Ecuador.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Steckengeblieben sind wir erst drei Mal: einmal, weil es über Nacht so regnete, dass wir die schlammigen landwirtschaftlichen Strässchen nicht fahren konnten. Da mussten wir halt ein Tag warten bis es trocknete. Ein Ander mal, hat es auch geregnet, und wir sind ein Stück hochgefahren, wo eigentlich auch keine wirkliche Strasse war – aber wir wollten zu dieser Brücke. Dank Druck ablasen und Sandblech kamen wir wieder raus. Und ein andermal wurde die Strasse komplett weggeschwemmt; da mussten wir warten, bis wieder einen weg gebaut wurde. Wir waren aber zum Glück nie in Gefahr.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Bolivien steckten wir eine Weile fest, da es Proteste mit Strassensperrungen gab, doch wir lernten viele Einheimische kennen. In Argentinien mussten wir mal 200 Kilometer zurück fahren, die Flussdurchquerung ging nicht – zu viel Wasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also eigentlich ist DER Regen, der entscheidende Faktor. Dann heisst oft warten bis es aufhört und bis die Strasse etwas getrocknet ist oder eine andere Route suchen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Strassenarbeiten und Uhrzeiten</strong></h3>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ein oft vergessenes Detail sind Strassenarbeiten. Im Unterschied zu Europa, sperren sie hier gerne die Strasse einfach ganz, ohne eine Umweg zu gewährleisten, und ohne dass man auf einer Bahn weiterhin den Verkehr lenken könnte. Dann ist entweder gleich der ganze Tag die Strasse gesperrt – so passiert in Ecuador von 9 bis 18.00 Uhr war kein durchkommen. Oder Stundenweise, wie in Peru als wir nach Machu Picchu fuhren. Dann arbeiten sie 2 Stunden und machen dann eine Stunde Pause, dass die Fahrzeige fahren können.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1461" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ups, keine Strasse mehr.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Toll sind die vielen Schilder mit den Zeitangaben – wenn sie denn auch eingehalten werden würden. Es kann sein, dass es eine Stunde länger geht – oder zwei -; dass gar nicht mehr gearbeitet wird, dann heisst es «freie Fahrt». Zur Erinnerung: Zeitangaben sind sowieso immer nur zur Orientierung gemeint und nie verbindlich in Südamerika.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Humor und Flexibilität</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich sitze, während ich den Text schreibe, mal wieder in einer Schlange. Sie müssen eine Leitung reparieren, dafür wurde gleich alles gestoppt. Den ganzen Tag von 9 bis 18 Uhr. Obwohl nur ein Bagger arbeitet. Dafür haben sie es beim Abzweiger schon angekündigt. Gleich zwei Frauen standen da mit einem handgeschriebenen Kartonschild – wie aus der Schulzeit. Sie meinten nur auf der Webseite des Ministeriums seien die Strassenarbeiten vor einer Woche angekündigt worden; aber niemand wäre auf die Idee gekommen ein Schild dahin zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir lachen nur und wissen gleich, dass wir sowieso die 4 Stunden (bis 18 Uhr) oder eher die 6 Stunden, warten werden. Denn die Umfahrung geht ganze zwölf Stunden und 300 Kilometer länger.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/kriminalitaet-in-suedamerika-realitaet-oder-vorurteil/" data-type="post" data-id="1264">Kriminalität in Südamerika</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/google-maps-und-seine-tuecken/" data-type="post" data-id="1388">Google Maps und seine Tücken</a></p>
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		<title>Kriminalität in Südamerika: Realität oder Vorurteil?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist es nicht Gefährlich? Ihr seid nicht ausgeraubt worden? Das sind sehr häufige Fragen. Hier räumen wir mal damit auf, wie die Sicherheit vor Ort ist und wie wir so hoch wie möglich halten.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ist Reisen in Südamerika nicht gefährlich? Diese Frage wird uns mit Abstand am häufigsten gestellt. In Europa kommen meist nur die schlechten Nachrichten an, zumindest über die Medien. Das liegt natürlich auch daran, dass es, wenn alles gut läuft, meist keinen Informationsbedarf gibt. Und ja, auch die hiesigen Medien sind sehr negativ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut mehreren ecuadorianischen Zeitungen, sind in Ecuador im Januar 750 Menschen ermordet worden. Das ist viel. Einer pro Stunde. In Südamerika gibt es auch viele tödliche Unfälle, die Kriminalität spannt über die ganze Region und die Banden haben vieles unter ihrer Kontrolle. Die Sicherheitskräfte sind korrupt, die Behörden auch und die Politik&#8230; Darüber reden wir am besten gar nicht. Da kann doch nur was passieren, oder doch nicht?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Sicherheitsstrategie: Vorbereitung und Bauchgefühl</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Weit weg von zuhause, sogar mehr, und wir beschäftigen uns auch immer damit. <strong>Wir wollen die Gefahren auch nicht banalisieren, aber doch relativieren.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben auf der Reise gelernt, dass es wichtig ist auf unser Bauchgefühl zu hören, vielleicht auch mal ein paar Kilometer weiter zu fahren, und viel zu fragen. Wir haben aber auch gelernt, Nachrichten zu relativieren und ganz unterschiedliche Menschen zu fragen, denn jeder wertet Sicherheit anders. Bis jetzt (und hoffentlich bleibt das so) haben wir keine schlechten Erfahrungen gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fahren nicht einfach irgendwo hin &#8211; auch wenn es manchmal so aussieht. <strong>Wir informieren uns und meiden grosse Städte. </strong>In dichter besiedelten Gebieten, oder wenn wir in eine Stadt müssen, suchen wir uns einen Campingplatz zum Übernachten. In Chachapoyas, Peru, haben wir sogar ein paar Nächte im Hotel verbracht, weil es dort nichts Richtiges und Sicheres gab, um im Fahrzeug zu übernachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parkplätze sind immer so ein Ding, da ist viel Gewusel, viele Leute kommen und gehen. Bei manchen Supermärkten, wo wir es nicht als sicher erachten, das Auto einfach stehen zu lassen, bleibt einer beim Auto, der andere kauft ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Frag einen Einheimischen: «Ist es hier sicher?»</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man spürt, ob man willkommen ist oder nicht. Entweder winken uns die Leute zu oder sie schauen uns sehr misstrauisch an. Wenn es nicht anders geht, steigen wir aus und fragen. <strong>Meistens sind die Leute skeptisch, aber doch neugierig und wenn man mit einem Lächeln erklärt, wer man ist und was man macht, kommt man schon viel weiter.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist immer die Antwort auf die Frage: «Ist es hier sicher?». Oft hört man dann, dass es im Nachbardorf sehr gefährlich ist, aber nicht bei einem selbst. Das Gleiche sagt der im Nachbardorf vom anderen Dorf. Dann wissen wir, dass es meistens ok ist. Aber wenn sie sagen, dass es bei ihnen gefährlich ist, dann wissen wir auch, dass sie es ernst meinen. Sie geben dann meist einen Tipp zu einem sicheren Ort und dahin geht die Reise weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich verlassen wir uns damit auf andere. Das müssen wir bis zu einem gewissen Grad auch. Wenn uns jemand etwas Böses will, kann er uns ja auch betrügen. <strong>Deshalb sind Apps, WhatsApp- und Facebook-Gruppen von Reisenden sehr wertvoll. Denn diese Leute haben das gleiche Ziel und geben Warnungen weiter.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Touristen als Ziel? Wann es gefährlich wird.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriminalität in Südamerika ist von Banden geprägt. Die rechnen untereinander ab, Touristen sind dann eher zur falschen Zeit am falschen Ort (kann einem überall auf der Welt passieren). Unser Bootskapitän beim Tauchausflug hier an der Küste Ecuadors meinte auch: «ja, es ist nicht ungefährlich, aber es geht immer um Gangmitglieder. Man versucht, sich als Einheimischer nicht einzumischen und das Schutzgeld bereitzuhalten. Aber die Touristen sind nicht das primäre Ziel».</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch Räuberbanden, die es auf Autos von Touris abgesehen haben. <strong>Auch hier helfen Warnungen in Foren, Nachfragen und sich von der Touristenmeile fernhalten</strong>. Das ist einer der Gründe, warum wir sehr touristische Orte meiden, leider ist es dazu oft auch nicht (mehr?) schön.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erfahrungen aus verschiedenen Ländern</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher sind wir freundlich aufgenommen worden. In Brasilien wurden wir oft auf dem Land angehalten, um uns zum Essen einzuladen, oder der eine oder andere Major der Armee gab uns seine Nummer, falls wir mal Hilfe brauchen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Peru sind wir nicht auf der Panamericana der Küste entlanggefahren, sondern auf der Ostseite der Anden. Dort gibt es zwar Drogenanbau, aber kaum Touristen, und die Polizei ist es nicht gewohnt, Touristen abzuzocken. Einer hat es mal versucht, aber wir hatten auf alles eine Antwort. Da war er überfordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">San Pedro de Atacama in Chile ist bekannt für Einbrüche in Autos. Da haben wir das Fahrzeug nie unbewacht abgestellt. In Bolivien haben wir einmal Passiergeld bezahlen müssen, denn sie wollten das Tor nicht öffnen. Zwar blöd, war aber schlussendlich nicht weiter gefährlich. Unsere Erfahrung hilft jetzt anderen. Wir haben eine Warnung mit dem Erlebnis in eine viel benutzte App gestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der kleine Trick mit dem Schweizer Kreuz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein freundliches Gesicht hilft immer, eher leise, aber deutlich sprechen und ab und zu bei einer Frage etwas verloren/verwirrt gucken – als ob man die Frage nicht versteht.</strong> Klappt bei Michi besser als bei Cora&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Schweizer Kreuz auf dem Auto führt immer wieder zu Fragen. Die meisten erkennen es als Rotes Kreuz. Und fragen, für welche NGO wir arbeiten oder lassen uns mal an der Mautstelle durchfahren – könnte ja ein Notfall sein. Ganz selten erkennt es jemand als Schweizer Fahne, der muss dann aber immer bei uns nachfragen, ob das stimmt, weil die Kollegen es ihm nicht glauben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Sicherheit ist relativ – und zum Glück oft besser als befürchtet</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind gespannt, wie es im Norden weitergeht. Aber wie gesagt, bis jetzt haben wir uns meistens sicher gefühlt und Sicherheit bekommen. Das gibt einem den Glauben an die Menschheit wieder etwas zurück.</p>
</div>
</div>
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