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	<title>Land Cruiser &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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	<title>Land Cruiser &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Schimmel, Schimmel, Schimmel und keine Ersatzteile!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Land Cruiser]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Ach, ist Reisen doch schön, da kann man was erleben. Erst recht wenn der Schimmel, ständig im Hinterhalt wartet und die Ersatzteile sich lieber im Ausland verstecken. Ein dank an die Freunde, die Packesel und Lebensretter spielen. Und ein Klagelied über das ständige Putzen.]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein kurzes Klagelied über die weniger schönen Momente einer Reise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reisen sind kein Urlaub. Schön wär&#8217;s! Dann müssten wir uns nicht mit dem ganzen Drumherum herumschlagen. Es wäre auch nicht so anstrengend – oder besser gesagt – vorhersehbar wie zu Hause. Probleme kommen jedoch dann wenn sie wollen, und manchmal wünschen wir uns, wir hätten die Probleme zuhause, denn dann wären es gar keine.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine einfache Schraube tauschen</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-768x1024.jpg" alt="Tisch vollgestellt mit Nähmaschine, Laptop und ein Glas Tee" class="wp-image-2042" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die rettende Nähmaschine.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Das ginge daheim ganz schnell: Nur mal kurz in den Baumarkt oder online bestellen, wenn es etwas Spezielles ist. Und schwupps, kann man sie auswechseln. Man muss nicht tagelang durch die Gegend fahren, bis man in einem grösseren Ort ist. Kein stundenlanges Abklappern der Läden. Und dann gibt es das Teil doch irgendwie nicht &#8211; oder nur als Zollmass.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Oder die ewige Suche nach einer Kederschiene. Die kennt in Lateinamerika kein Mensch! Wir kennen mittlerweile alle Aluprofile von Ecuador bis nach Costa Rica, aber ein System ähnlich der Kederschiene haben wir nicht gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie wäre es mit einer Bestellung? Denkt man sich. Ja, wenn die Lieferfristen nicht ewig wären – die Waren kommen meist aus den USA – und wenn wir eine Adresse hätten, an der sie auch sicher ankommen. Es geht, das haben wir auch schon gemacht, aber es braucht viel mehr Planung. Am besten kommen Freunde zu Besuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die freuen sich, uns zu sehen, wissen aber nicht, dass das meistens bedeutet, dass sie Packesel spielen dürfen. Vor allem diejenigen, die mit Aufgabegepäck fliegen. Dieselfilter, Keilriemen, ein Handy (man glaubt es kaum, aber sie sind in der Schweiz qualitativ besser und preislich viel billiger als hier), neue Kreditkarten, Fahrausweise, Briefe, die dringend eine Unterschrift bräuchten, aber eingescannt nicht akzeptiert werden, Gummibärchen, Schokolade!</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>…und ein Ozongerät</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feuchtigkeit der letzten Monate hat ihre Spuren hinterlassen: Schimmel. Man putzt alles, glaubt endlich Ruhe zu haben, und am nächsten Tag entdeckt man eine neue Stelle. Aber hatte man die nicht erst gerade geputzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schimmelsporen sind heimtückisch und definitiv ungesund. Am nachhaltigsten wäre es, alles neu zu machen: Möbel raus, Dachzeltstoff neu, alles durch die Waschmaschine. Das ist jetzt allerdings keine Option – weder finanziell noch zeitlich. Wir wollen das auch gar nicht, denn die Dinge funktionieren ja ansonsten. Erst recht jetzt, nach zwei Wochen Benutzung der Nähmaschine bei Michis Schwester ist alles wieder geflickt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir haben sogar ein schöneres und besseres Vorzelt als das Original. Wir haben einen Fensterrahmen als Kederschienenersatz verwendet, ein Kabel anstelle einer Schnur und eine Nähmaschine (unsere Idee hat der Schneider nicht verstanden) zum selber nähen. So ist alles, wie wir es gerne haben wollen.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-1024x1024.jpg" alt="Vorher-Nachher Foto des Dachzeltes. " class="wp-image-2044" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-1024x1024.jpg 1024w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-300x300.jpg 300w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-150x150.jpg 150w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-2000x2000.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Endlich erneuert, und obwohl offen auf den Seiten, regnet es weniger rein.</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zurück zum Schimmel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keine Angst, der verschwindet schon nicht einfach so.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Putzessig (und normaler weisser Essig) ist unser grosser Verbündeter geworden (spezifische Schimmelmittel gibt es auch gar nicht). Dazu kommt noch Putzalkohol für die Dinge, die keine Säure vertragen. Der Rest kommt in die Waschmaschine. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was so einfach tönt, heisst &#171;viel&#187; Arbeit. Die Waschmaschinen hier sind nicht vollautomatisch. Man muss das Wasser einfüllen, ablassen, wieder einfüllen, erneut ablassen und so weiter, bis es sauber (Ansichtssache?) ist, und dann muss noch geschleudert werden. Danach kommt erst der große Luxus in diesem Haushalt: der Trockner. Fast alles schmeissen wir hinein und ist anschliessend sicher auch sauber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das ganze Putzen (heute zum dritten Mal den unteren Rand), Auslüften und ständige Trocknen sind trotzdem nicht genug. Deshalb haben wir ein Ozongerät gekauft. Das ist auch kein Allheilmittel, aber wenn es nur schon zu 70 % so funktioniert, wie beschrieben, sollten wir bis zum Ende der Reise fast wieder schimmelfrei sein. Nein, Spass, die Luft sollte zumindest weniger Sporen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur die Stockflecken sind dann noch ein Problem, aber damit können wir uns nach unserer Rückkehr beschäftigen. Es soll uns da ja auch nicht langweilig werden.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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		<title>Ein Ende und ein Anfang: der Darien Gap</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 23:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Strasse endet, doch das Abenteuer geht im Norden weiter, dafür müssen wir zuerst den Darien Gap umschiffen. Natürlich nie so einfach, wie erwartet.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Strasse endet vor dem undurchdringlichen Dschungel. Mit dem Fahrzeug ist kein Durchkommen möglich. Die Panamericana, die längste Strasse der Welt, hört in Kolumbien einfach auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Fakt, den überraschend viele Leute nicht kennen. Die Strasse, die den amerikanischen Kontinent über 30.000 Kilometer hinweg verbindet, ist ein unterbrochenes Projekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">106 Kilometer trennen den Norden und den Süden. Zwischen Panama und Kolumbien. Dazwischen liegt ein undurchdringlicher Dschungel, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt: Migration und Drogen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein chaotisches Verschiffen</h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sind am Ende unserer Reise durch Südamerika angekommen. Von Venezuela aus geht es zurück an die kolumbianische Küste in die Grossstadt Cartagena. Jetzt steht einer der mühsamsten Abschnitte der Fahrt in den Norden bevor: die Container-Verschiffung.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen.jpg" alt="" class="wp-image-1885" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein ausgeräumtes Auto.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit Wochen stehen wir mit Ana, unserer Logistikerin, in Kontakt. Alles wird per WhatsApp organisiert und abgemacht. Es ist nur leicht mühsam, denn wie überall in Lateinamerika muss man für jedes Detail mehrfach nachfragen. Ein Dokument mit den wichtigsten Angaben? Fehlanzeige. Ein Vertrag mit aufgelisteten Kosten? Wunschdenken. Im Gruppenchat gibt es nur ab und zu eine brauchbare Antwort auf unsere Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ana gilt zwar als chaotisch, aber auch als zuverlässig. Uns bleibt ohnehin nichts anderes übrig, denn die Organisation mit den Behörden direkt ist noch mühsamer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir warten also auf Informationen, die immer in letzter Minute kommen, und dann soll es schnell erledigt werden. Ein Beispiel ist die Vollmacht, die sie benötigen, um die Zollformalitäten abzuwickeln. Diese muss beim Notar beglaubigt werden und könnte gut vorher vorbereitet sein. Nur kommt sie einen Tag vor dem Wochenende, und am Montag muss schon alles beim Zoll durch sein. Ganz toll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch das klappt. Der Landcruiser kommt zum Hafen, alles ist geputzt und aufgeräumt, die Gasflasche wurde am Abend zuvor im Park geleert. Der Tank ist nicht ganz auf Reserve.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar Vorgaben ignorieren wir einfach mal. Mal schauen, ob sie das kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auto kommt in den Hafen und bleibt über Nacht dort. Es sei sicher, da passe jemand auf, garantieren sie uns. Unsere Überwachungskamera lassen wir trotzdem lieber laufen. Jetzt heisst es warten, bis die Polizei den Termin für die Kontrolle bekannt gibt. Bei uns dauert es zwei Tage.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einmal alles raus</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kontrolle? Was das heisst? Das gesamte Auto ausräumen – zumindest für Michi. Ich darf nicht in den Hafen, denn Zugang haben theoretisch nur Fahrzeughalter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cartagena ist der grösste Hafen Kolumbiens und das Land ist der grösste Kokainproduzent weltweit. Somit besteht eine konstante Gefahr des Drogenschmuggels. Ständig werden Tonnen von Kokain im Hafen sichergestellt – und deshalb sind die Kontrollen auch so streng. Das gesamte Fahrzeug muss ausgeräumt werden und der Container wird zudem noch einer Probebohrung unterzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist nur: Wie kann es sein, dass trotzdem so viel durchkommt? Natürlich mit Geld. Drogenschmuggel und Korruption gehen bekanntlich Hand in Hand. Für die „armen” Reisenden heisst es: einmal alles ausräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausräumen, kurze Inspektion – aber nur auf Drogen, der Rest interessiert niemanden. Die Autos kommen in den Container. Das gesamte Prozedere dauert etwa fünf Stunden. Anschließend wird der Container geschlossen und doppelt versiegelt.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Jetzt heisst es wieder warten.</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_sicherung.jpg" alt="" class="wp-image-1887" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_sicherung.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_sicherung-169x300.jpg 169w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Landcruiser im Container gesichert.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1886" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container.jpg 899w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Versiegelter Container.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Darien Gap muss mit dem Auto umfahren werden. Die Strasse wurde wegen des schwierigen Terrains nie gebaut und jetzt verhindern wirtschaftliche und politische Interessen sowie der Naturschutz den Bau. Zu Fuss kommt man zwar durch den Dschungel, einen echten Weg gibt es aber auch für Fussgänger nicht. Ausserdem sind neben den Gefahren durch Krankheit und Unfall die Banden ein Riesenproblem. Das ist sehr gefährlich für alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Boot kommt man ebenfalls nach Panama, doch auch da heisst es dann entweder das letzte Stück mit dem Flugzeug zurücklegen oder durch den Dschungel wandern. Wir entscheiden uns für die bequeme Variante: einen Flug von Cartagena nach Panama.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Containerverschiffung ist teuer, vor allem für die kurze Strecke. Der Preis ist so hoch, weil das gesamte Prozedere Kosten verursacht, d. h. Hafen- und Containergebühren sowie der Transport an sich. Der Preis liegt bei etwa 4.600 US-Dollar für zwei Parteien. Und das ist noch die günstigste Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wäre die Strecke sehr gut für eine Fähre geeignet, denn die Überfahrt dauert keine 24 Stunden, da es nur etwa 540 Kilometer sind. Es gab auch eine, die jedoch unwirtschaftlich war und daher eingestellt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Containerschiff dauert alles länger. Erst zehn Tage nach Abgabe dürfen wir das Auto am Hafen von Colón an der Karibikküste Panamas abholen. Das Bargeld für den Agenten in Panama sowie unser wenig Gepäck für die zwei Wochen haben wir dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier erfahren wir erst am Vortag eine Art Bestätigung. Boris, der Agent, erwartet uns im Hafen von Colón. Wir fahren mit dem Bus von Panama-Stadt aus und steigen bei einer Tankstelle aus. Im Café treffen wir ihn, übergeben ihm die Pässe und Fahrzeugdokumente, woraufhin er mit diesen verschwindet. Für uns heisst es erneut warten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Steiler Einstieg in Zentralamerika</strong></h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_ausfahrt.jpg" alt="" class="wp-image-1895" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_ausfahrt.jpg 1200w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_ausfahrt-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_ausfahrt-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Container angekommen in Colón.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1894" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abfahrt von der Rampe.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Fünf Stunden später holt er uns ab und sagt, alles sei bereit. Die Container stehen auf den Anhänger auf einem schlammigen Platz. Eine Abfahrtsrampe? Fehlanzeige. Dafür gibt es einen Abschleppwagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Entladung erfolgt? Man fährt auf den Abschleppwagen, der etwas vorfährt und die Rampe steil stellt und das Auto runterrollen lässt. Für uns ist das kein Problem, da unser Auto hoch liegt. Für tiefergelegte Autos wird es jedoch sehr, sehr knapp. Aber am Ende landen alle sicher im Schlamm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zollbeamtin kommt noch vorbei, überprüft die Chassis Nummern und gibt das OK. Wir bekommen alle Papiere ausgehändigt, übergeben das Geld, noch ein kurzes Winken, danke. Schnell Wasser auffüllen, einkaufen und tanken, dann heisst es: Auf ins Zentralamerika-Abenteuer!</p>
</div>
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		<title>WhatsApp: das Kommunikationsmittel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier in Südamerika gibt es nur ein Weg mit Behörden, Spitäler, Tourenanbieter und Autogaragen zu kommunizieren: WhatsApp. Doch eine richtige Antwort bekommt man auch dann nicht immer.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie ihr mit Firmen, Spitälern und Behörden kommuniziert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schweiz läuft vieles immer noch über einen Telefonanruf, manchmal gibt es ein Online-Formular und dann die Bestätigung per Mail. All diese Möglichkeiten gäbe es auch hier, zumindest theoretisch, denn in Südamerika gibt es nur ein einziges Kommunikationsmittel, das wirklich funktioniert. Es wird für alles genutzt, egal ob Polizei, Spital, Fluggesellschaft, Touren oder Ersatzteile. Nämlich WhatsApp!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ohne WhatsApp zu reisen macht das Leben wirklich kompliziert. Man kann zwar eine Mail schreiben (wenn man überhaupt eine Mailadresse findet), aber man bekommt selten eine Antwort. Anrufen geht auch, aber meistens ist immer besetzt oder man erreicht sowieso nicht die richtige Person. Zum Beispiel hat mir Toyota Peru die Nummer der nächsten Toyota-Garage gegeben. Ich habe 20 Mal versucht, sie zu erreichen. Es hat kein einziges Mal geklappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bei der Fluggesellschaft nachfragen möchte oder einen Flug umbuchen will: nur über WhatsApp. Andere Kontaktmöglichkeiten gibt es nicht. Zumindest hier im Süden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Anzeige, eine Versicherung und ein Grenzübergang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Polizei will immer eine WhatsApp-Nummer haben. Bei unserem Unfall haben wir eine Anzeige erstattet und gleich bei den Kontaktdaten steht statt Telefonnummer bitte WhatsApp-Nummer angeben. Oder wenn man wissen will, wie die Sicherheitslage ist, kann man der Touristenpolizei eine WhatsApp senden, mit der Region, über die man etwas wissen will, und bekommt schnell und unkompliziert eine Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einfuhrerlaubnis für das Auto in Peru hat Michi auch per WhatsApp bekommen. Naja, nicht ganz, zuerst sollte sie per Mail kommen, aber das hat nicht geklappt. Zum Glück muss man den Empfang bestätigen. Als keine Bestätigung kam, haben sie per WhatsApp geschrieben und alles nochmals per App geschickt. Es ist eben einfacher, eine Nummer richtig einzutippen, als eine Mailadresse mit fremden Namen richtig zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleich am Grenzübergang in Ecuador hatten wir ein weiteres neues Erlebnis: Die Computer am Zoll funktionieren nicht (schon seit Monaten) und so kann der Zoll keine Papiere ausstellen. Aber das ist kein Problem, die Zöllner vor Ort schauen sich die Papiere an, machen ein Foto und schicken das Ganze per WhatsApp an den Hauptsitz. Dort kümmert man sich darum, dass das Dokument ausgestellt wird. Das wird wieder per Chat zurückgeschickt und vom Zöllner ausgedruckt. Das klappt wunderbar, dauert nur ein paar Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Peru wird sogar die Autoversicherung (SOAT) per WhatsApp gekauft. Man schreibt, was man braucht, bekommt die Bedingungen und einen Paypal-Link. Darüber bezahlt man und bekommt dann die elektronische Kopie über den Chat. Das Ganze dauert keine 10 Minuten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schwierige Frage: «Was kostet es?»</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt suchen wir nach Ersatzteilen. Das geht auch am besten über die App. Schreiben was man braucht, Foto dazu und auf Antwort warten. So hat man immer auch alles schriftlich. Wenn wir eine bestimmte Tour machen wollen, fragen wir die Anbieter auch meistens per WhatsApp an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nur weil man eine WhatsApp verschickt und eine Antwort zurückkommt, heisst das noch lange nicht, dass die Frage auch beantwortet wurde. Das ist manchmal mühsam. Oft wird irgendwas zurückgeschrieben und man muss die gleiche Frage mehrmals stellen, bis sie beantwortet wird. Die Touranbieter sind da Spezialisten. Wir haben auch schon einfach nicht mehr reagiert, wenn wir um ein Angebot gebeten haben, aber nie ein Preis kam. Trotz mehrmaliger gezielter Nachfrage. «Was kostet es?» scheint eine schwierige Frage zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Reisende ist das Chatten auch ein Vorteil, vor allem wenn man kein Spanisch spricht. Denn man kann alles übersetzen und muss nicht sofort reagieren wie bei einem Anruf. Telefonieren ist da schon schwieriger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie sieht es aus mit dem Datenschutz? Wird hier nicht gerade gross geschrieben, egal ob Behörden, Spitäler, Zoll… Es ist einfach zu bequem. Tja, damit müssen wir leben. WhatsApp wird sich sicher freuen, dass es hier so rege genutzt wird <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f605.png" alt="😅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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