Auf Reisen begegnet man ständig anderen Abenteurern. Doch kaum sieht man das Fahrzeug oder hört den Akzent, sind die Schubladen schneller offen als die Hecktür eines Campers auf einem staubigen Rastplatz. Aber bevor hier Missverständnisse aufkommen: Egal, woher man kommt oder worin man schläft – die Hilfsbereitschaft unter Reisenden ist riesig! Trotzdem gibt es wiederkehrende Muster, die einfach zu gut sind, um sie nicht mit einer Prise Humor zu kategorisieren.
Die meisten Reisenden kommen aus Europa. Viele Deutsche und Schweizer – klar, die haben Geld. Franzosen? Logisch, aber meistens mit einer Horde Kinder im Wohnmobil. Spanier? Vor allem Katalanen, die andern sind weniger abenteuerlustig. Ein paar verstreute Österreicher, die sich leise durchs Abenteuer schleichen. Osteuropäer? Wenige, aber oft mit deutschen oder schweizer Nummernschild, weil sie inzwischen dort wohnen.
Dazu gesellen sich einige Nordamerikaner (Amis und Kanadier), ein paar Südamerikaner (hauptsächlich Argentinier und Brasilianer) und – Überraschung! – so gut wie keine Asiaten oder Afrikaner. Aber egal, woher man kommt, jeder passt in eine dieser Schubladen:
Die verschiedenen Arten von Reisenden
🚐 Die Laaangzeitreisenden
Seit Jahren unterwegs, oft im Ruhestand und in Fahrzeugen, die besser ausgestattet sind als so manche Stadtwohnung. Deutsche bevorzugen ihren zuverlässigen Iveco, Schweizer lieben den Mercedes Sprinter – aber beide Gruppen haben eins gemeinsam: Sie haben eine Lösung für absolut jedes Problem.
👨👩👧👦 Die Reisefamilien
Meistens Franzosen, die ihre Kinder in rollenden Klassenzimmern unterrichten. Ihr Wohnmobil ist gleichzeitig Schule, Küche, Schlafzimmer und Abenteuerspielplatz – und irgendwie funktioniert’s.
⏩ Die Express-Reisenden
«Alaska bis Ushuaia in sechs Monaten? Kein Problem!» – denken sie zumindest. Meistens junge Leute, die sich eine Auszeit nehmen und dann merken, dass Amerika doch etwas grösser ist als erwartet. Sie sind in Vans unterwegs und haben es immer eilig – warum auch immer.
💰 Die Low-Budget-Reisenden
Oft Argentinier, die unterwegs Kunsthandwerk verkaufen. Sie brauchen ewig, um voranzukommen, aber sind dafür echte Überlebenskünstler. Ihre Lagerplätze? Die Hauptplätze der Dörfer – immer dort, wo die besten Verkaufschancen bestehen.
🚫 Die Camping-Hasser
Campingplatz? Pff, unnötig. Sie haben schliesslich alles dabei! Brauchen nix! Aber für ein 200 000-Dollar-Expeditionsmobil mit Satellitenantenne, Warmwasserheizung und Ofen war natürlich Geld da.
🏕️ Die Camping-Abhängigen
Sie fahren ausschliesslich von Campingplatz zu Campingplatz – denn „Freistehen ist viel zu gefährlich“. Die Route ist genau berechnet, das Risiko minimiert. Abenteuer? Nein, danke! Man bleibt lieber in der sicheren Blase der gut bewerteten Stellplätze.
🛏️ Die, die einen Camper haben, aber immer im Hotel schlafen
Warum? Keiner weiss es. Vielleicht dachten sie, Campen wäre romantischer, bis sie die erste Nacht im Auto verbringen mussten.
🚙 Die Mietcamper
Sie mieten sich für ein paar Monate ein Wohnmobil, vor allem in Patagonien. Ihr Hauptproblem? Sie haben keine Ahnung, wie das Ding funktioniert. Der Vermieter übrigens auch nicht. Und sobald das unvermeidliche Problem auftritt, weiss niemand, was zu tun ist. Chaos vorprogrammiert.
🎉 Die Locals oder Wochenend-Reisenden
Am Wochenende wird der Pickup vollgepackt: Stühle, Tische, eine Kühlbox, die Grossmutter und – ganz wichtig – die grösste Musikbox, die man finden kann. Ziel: Strand oder Fluss, um zwei Tage lang das Leben zu geniessen.
🏍️ Die Motorradreisenden
Meistens alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs, dafür mit ordentlich Speed. Sie lieben Hostels, sind super mit lokalen Motorradclubs vernetzt und haben immer eine spannende Route parat.
🧭 Die Abenteurer
Gepflasterte Strassen? Igitt! Touristische Hotspots? Bloss nicht! Sie suchen sich den holprigsten, abgelegensten Weg, den sie finden können – je weniger Leute dort waren, desto besser. Asphalt ist ihr natürlicher Feind.
Und wir? Naja, wir lassen euch entscheiden, wo wir reinpassen. Wahrscheinlich ein bunter Mix aus allem – die beste Art zu reisen! 😎👍
Zum Schluss noch eine Auswahl an Fahrzeugen, damit ihr euch ein Bild machen können.


