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	<title>Belice &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Born in the Americas: eine Geschichte der Chilis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belice]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Essen]]></category>
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					<description><![CDATA[Überall in diesem Amerika findet man Chilis, also auf geht's in eine Chili-Saucen-Fabrik und abgetaucht in etwas Geschichte. Von wo stammen diese scharfen Schoten überhaupt?]]></description>
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<p>In Tabasco, Mexiko, gibt es keine Tabasco-Sauce. Wusstest du das? Tatsächlich stammt die Tabasco-Sauce gar nicht aus dem mexikanischen Bundesstaat Tabasco. Es handelt sich um ein US-amerikanisches Produkt, das aus Tabasco-Chilis hergestellt wird – daher kommt auch der Name. Das wissen wir jedoch erst so richtig, seit wir durch das echte Tabasco gefahren sind.</p>



<p>Da es nicht unsere Lieblings-Chilisauce ist, waren wir nicht allzu enttäuscht. Sie reicht bei weitem nicht an unsere Favoriten heran, obwohl sie weltweit die bekannteste ist. Wir haben keine Tabasco-Sauce im Kühlschrank, aber wir haben definitiv immer Chilisauce vorrätig.</p>



<p>Die besten, die wir probiert haben, sind immer noch hausgemacht. Man findet sie normalerweise in jedem Restaurant in Lateinamerika – frag einfach nach <em>salsa picante</em>, <em>chile</em> oder <em>ají</em>, je nachdem, wo du bist. Man findet nie zweimal denselben Geschmack, auch wenn sie gleich heissen, aber zumindest ist sie immer scharf.</p>



<p>Manchmal, wenn sie uns besonders gut schmeckt, fragen wir in den Restaurants, ob wir etwas von ihrer Sauce mitnehmen dürfen. Und meistens sind sie so stolz darauf, dass Touristen ihre scharfe Sauce kaufen, dass sie sie uns schenken. Unsere bisherige Lieblingssauce? Miss Liz’ Habanero-Sauce aus Belize.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Führung, die keine war</h3>
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<p>Auf unserer Reise durch Amerika haben wir so viele Chilischoten gesehen, dass wir irgendwann einfach eine Fabrik besuchen mussten. In Belize kamen wir an Marie Sharp&#8217;s vorbei. Da es sich um eine weitere bekannte Marke handelt, nahmen wir das als Hinweis und machten Halt.</p>
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<p>Die «Führung» selbst ist keine richtige Werksbesichtigung, sondern eher ein Video. Das war etwas enttäuschend, obwohl sich der zweite Teil durchaus gelohnt hat: die Verkostung von 32 scharfen Produkten! Einige schärfer als andere, aber am Ende waren unsere Münder taub.</p>



<p>Wir tranken dazu reichlich Orangensaft und assen zu jedem scharfen Produkt während der Verkostung jede Menge Cracker – und ja, man muss scharfes Essen wirklich lieben, um es durchzustehen! Am Ende gewann die geräucherte scharfe Sauce einen Platz in unserem Einkaufskorb.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Chilis sind Amerikaner</h3>



<p>Die Chilipflanze stammt ursprünglich aus Amerika. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie sich vom Gebiet des heutigen Peru und Bolivien aus verbreitete, aber erstmals in Mexiko angebaut wurde. Experten schätzen, dass es weltweit zwischen 3 000 und 4 000 Chili-Sorten gibt.</p>



<p>Es wird angenommen, dass die Azteken bereits 7000 v. Chr. Chili verwendeten und anbauten. Die Bedeutung der Azteken für die Chilis spiegelt sich sogar in ihrem Namen wider: <em>Chili</em> stammt aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken. Doch erst als Kolumbus sie auf seinen ersten Reisen entdeckte und nach Europa brachte, eroberte die Chili den Rest der Welt. Das erklärt den zweiten Teil des Namens auf Englisch: <em>Pepper</em>. Kolumbus war auf der Suche nach Pfeffer, den er jedoch nicht fand, doch Chili empfand er als ähnlich.</p>



<p>Er hatte grosse Pläne, Chili sollte das neueste Gourmetgewürz werden. In Spanien war es jedoch nicht sehr beliebt, da es für Menschen zu scharf war. Sie bevorzugten mildere Sorten, wie beispielsweise Pepperoni (CH) oder Paprika (DE). Diese fand auch Anklang in den meisten europäischen Küchen, eher mild im Westen und etwas schärfer im Osten Europas.</p>



<p>Auch interessant ist, dass sehr scharfe Küchen wie die thailändische und die indische früher keine Chilis verwendeten, diese heute jedoch ein wesentlicher Bestandteil sind. Sie hatten andere scharfe Gewürze wie Pfeffer, aber nichts, was dem ganz gleichkam – nun ja, vielleicht japanischer Wasabi.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Tausend Namen für eine Sauce: Cayennepfeffer-Sauce, Chili, Ají, Chipotle&#8230;</h3>



<p>Eine der ersten kommerziell hergestellten scharfen Saucen tauchte um 1807 in den USA in Form einer abgefüllten Cayennepfeffer-Sauce auf. Seitdem hat sie weltweit an Beliebtheit gewonnen.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/20241120_152728-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2398" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/20241120_152728-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/20241120_152728-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/20241120_152728-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/20241120_152728-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mittagessen mit verschiedenen scharfen Saucen in Peru.</figcaption></figure>
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<p>Scharfe Saucen, wie wir sie heute kennen, sind daher ein relativ neues Produkt, auch wenn die Tradition weit zurückreicht. Es ist erstaunlich, dass der Rest der Welt diese Art von Schärfe erst kannte, als die Spanier in Amerika ankamen.</p>



<p>Scharfe Sauce wurde als Konservierungsmittel und als Geschmackverstärker benutzt. Die Azteken und Mayas nutzten sie auch als Heilmittel oder zur Bestrafung, indem sie Chilis verbrannten, um einen brennenden Rauch zu erzeugen.</p>



<p>Unsere Verkostung am Produktionsstandort in Belize war jedoch definitiv keine Strafe! Es war toll, all die verschiedenen Geschmacksrichtungen zu erleben, und es gibt noch so viele mehr zu entdecken. Bei Marie Sharp’s wird hauptsächlich mit Habanero-Chilis gearbeitet.</p>



<p>In Südamerika ist Aji-Sauce weiter verbreitet. <em>Aji</em> ist ein anderer Name für Chili, und als Sauce wird sie meist mit Zwiebeln und etwas Tomate gemischt; weiter südlich enthält sie zudem viel Koriander. Aber nicht unbedingt. Man verwendet auch andere Chili-Sorten, wie Rocoto oder Aji.</p>



<p>In Costa Rica muss man, wenn man scharfe Sauce möchte, nach Chimichurri fragen, das der Aji-Sauce im Süden ähnelt, aber nichts mit dem argentinischen Chimichurri zu tun hat. In Mittelamerika kann man im Grunde nach Chili fragen, oder genauer gesagt nach <em>Sal</em><em>sa Picante</em>. Dann bekommt man garantiert hausgemachte Sauce.</p>



<p>In Mexiko sind die meisten Gerichte mit Chipotle scharf. Es gibt dort so viele scharfe Saucen, dass man bei der Benennung ziemlich genau sein muss. Es gibt jedoch immer eine scharfe und eine nicht-scharfe Variante, also einfach nachfragen. Bedenke dabei, dass man nicht davon ausgehen kann, dass die <em>Salsa Verde</em>, wenn sie an einem Ort nicht scharf ist, am nächsten Ort genauso ist.</p>



<p>Wir arbeiten uns immer noch durch das grosse Glas Habanero-Chilisauce, das uns Frau Liz in Belize geschenkt hat. Über einen Monat später haben wir immer noch etwas davon übrig. Obwohl sie sehr gut ist, kann man nicht zu viel davon auf das Essen geben – sie ist wirklich scharf!</p>



<p>Was steht als Nächstes auf der Chili-Probier-Liste? Nun, wir werden sehen, was es in der nächsten Region Neues zu probieren gibt.</p>
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<p></p>
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		<title>Pferdestärken und PVC-Rohre: zu Gast bei den Mennoniten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belice]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Einen Tag auf Zeitreise. So fühlt sich unser Ausflug zu den Mennoniten an. Wasserkraft und Pferdestärke oder Traktoren und Baumärkte, so unterschiedlich kann die Täuferbewegung sein.]]></description>
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<p>Nach etwas Kraftaufwand und durch seine Übung bekommt er es perfekt hin, mechanisch eine Schraube in die Platte zu drehen. Michi versucht es auch gleich, seine Schraube steckt etwas schräg drin. Aber sie geht rein und raus, ohne Probleme – und das ohne Bohrer.</p>



<p>Schon in Bolivien und Paraguay sind wir in der Nähe von Mennoniten durchgefahren, aber irgendwie den Umweg nicht auf uns genommen. Dieses Mal ist es nur eine Abzweigung entfernt, weshalb wir sehr neugierig sind.</p>



<p>Wir sind in Belice bei den Mennoniten gelandet. Es gibt viele von ihnen, traditionellere und modernere, solche mit Pferdekutschen und ohne Strom und solche mit riesigen Traktoren und perfekt ausgestatteten Baumärkten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Willkommen in Springfield!</h3>
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<p>Am Rande des Dorfes steht ein Benehm-Schild: «Angemessen kleiden». Also holt Cora eine Bluse heraus und zieht sie über das Trägertop an.</p>



<p>Langsam fahren wir durch das Dorf. Kutschen kommen uns mit gutem Tempo entgegen, Zimmerleute bauen Häuser und ein kleiner Selbstbedienungsladen lässt uns schmunzeln – so etwas haben wir seit der Schweiz nicht mehr gesehen. Die mehrheitlich blonden Menschen mit blauen Augen grüssen nett zurück.</p>
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<p>Die Frauen tragen blaue Kleider, die Männer schwarze Hosen mit Hosenträgern über weissen Hemden. Die meisten tragen auch einen Hut oder eine Haube.</p>



<p>Es gibt ein paar Windräder und überall viele Kinder, die alle beschäftigt sind. Bei einem Sägewerk halten wir an. Das soll alles ohne Strom funktionieren? Das können wir fast nicht glauben.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Flucht in die Neue Welt</h3>



<p>Die Mennoniten sind eine evangelische Freikirche, die auf die Täuferbewegung rund um Zürich um 1525 zurückgeht. Sie sehen die Bibel als entscheidende Quelle des christlichen Glaubens, aber anders als Zwingli und Luther erkennen sie die Taufe erst dann an, wenn sich die Gläubigen bewusst dafür entscheiden, d. h. sie praktizieren keine Kindertaufe.</p>



<p>Doch schon in den ersten Jahren war die Täuferbewegung sehr pluralistisch. Die Mennoniten wurden massgeblich von Mennon Simons geprägt. Der Niederländer predigte eine bewusst pazifistische Theologie und gab der Gemeinde auch seinen Namen. Die Amischen spalteten sich im Jahr 1693 unter den Schweizer und Elsässischen Mennoniten ab, die sich nach ihrem Gründer Jakob Ammann benannten.</p>



<p>Die Täufer wurden in Europa unterdrückt und verfolgt. Deshalb zählten sie zu den ersten Auswanderern nach Amerika im 17./18. Jahrhundert. Seitdem haben sie sich in ganz Amerika sesshaft gemacht, doch die meisten leben in Pennsylvania, USA und sprechen auch heute noch Pennsylvania-Deutsch. Erst im 20. Jahrhundert gründeten sie neue Siedlungen in Lateinamerika; die erste Siedlung in Belize geht auf das Jahr 1958 zurück.</p>



<p>Das Hauptmerkmal der Mennoniten alter Ordnung ist die Übernahme technischer Neuerungen nur nach eingehender Prüfung und wenn diese ihre Gemeinschaften nicht gefähreden. Es zählt der Zusammenhalt: Alles, was diesen gefährden könnte, wird innerhalb der Gemeinschaft verboten. Deshalb leben manche ohne Strom, andere jedoch in hochmodernen Häusern.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein Sägewerk, ein Schreiner und ein Häuslebauer</h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-4-1024x578.jpg" alt="" class="wp-image-2361" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-4-1024x578.jpg 1024w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-4-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-4-2000x1128.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schreinerwerkstatt mit Pferdeantrieb (linke Rampe) und Wasserantrieb (rechte Box).</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-8-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2363" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-8-1024x576.jpg 1024w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-8-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-8-2000x1125.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Säge im Sägewerk, Pferdeantrieb oben beim Hauptfoto zu sehen.</figcaption></figure>
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<p>Ruben repariert gerade eine Säge, als wir ihn ansprechen. Er spricht Spanisch, Englisch und Pennsylvania-Deutsch. Seine Familie kam vor 30 Jahren aus Paraguay nach Belice. Zu dieser Zeit wurden die Mennoniten in Paraguay ständig ausgeraubt. Da es in Belice bereits eine Gemeinschaft gab, wanderten sie dorthin.</p>



<p>Er zeigt uns die Sägen. Der Antrieb? Pure Pferdestärke – also die echte. Sie lassen Pferde im Karussell laufen, das treibt die Sägen an. Doch es gibt noch eine Backup-Lösung für den Fall, dass keine Pferde zur Verfügung stehen. Wasserkraft. Mit hohem Druck durch ihre PVC-Rohre ist das genug Kraft, um auch ganz moderne Schreinermaschinen zu betreiben. Genau wie in der Schweiz, nur ohne Strom.</p>



<p>Strom betrachten die Mennoniten alter Ordnung als Gefahr für den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Deswegen wird tendenziell alles Elektrische abgelehnt.</p>



<p>Ruben schickt uns weiter zu seinem Bruder Martin, der <em>Carpenter</em> ist. Er holt gerade einen Pfahl aus dem Boden, zusammen mit seinen drei Jungs. Seine Frau und die weiteren drei Kinder stehen daneben. Sie interessieren sich genauso für uns wie wir für sie.</p>



<p>Mit ihnen sprechen wir Deutsch – sie lernen es in der Schule, da die Bibel auf Deutsch gelesen wird. Zuhause sprechen sie Pennsylvania-Deutsch, doch in ihrer Gemeinschaft wird auch Plautdietsch gesprochen, da manche Familien von den Russland-Mennoniten abstammen. Neben den alten Charakteristika des Pfälzischen benutzen sie in ihrem Deutsch auch viele Lehnwörter aus dem Englischen. So ist Martin kein Schreiner, sondern er macht <em>Carpenter</em><em>arwett</em> und sie <em>farmen</em> ihr Land anstatt es zu bewirtschaften.</p>



<p>Wir verstehen sie nicht voll, wenn sie mit uns ihren Dialekt sprechen, aber es funktioniert doch noch recht gut. Auch im Hochdeutschen, das sie zum Lesen der Bibel gelernt haben, merkt man die Herkunft aus dem 18./19. Jahrhundert. Wir können uns auf jeden Fall verständigen; ansonsten würden sie ja auch noch Spanisch und Englisch sprechen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ha, erwischt! – oder doch nicht?</h3>



<p>Weiter vorne im Dorf baut ein junger Bursche Hütten – mit Stromanschluss! Ha, erwischt, denken wir. Doch die Holzhütten sind nicht für sie, sondern werden verkauft. Die Arbeit ist gut gemacht und die fertigen Hütten werden aufgeladen und an Auswärtige verkauft.</p>



<p>Sie fragen uns aus und wir sind überrascht, wie viel sie wissen und wie sie die moderne Technologie benutzen. Sie bestellen Teile bei Amazon über Drittpersonen, seien es Türen oder PVC-Rohre. Sie haben auch Bankkonten und telefonieren mit ihren Familien in den USA, allerdings nicht per Handy.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2359" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-1-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-1-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-1-2000x3556.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-1-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Strasse in Spanish Lookout.</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein Pferdeparkplatz bei der Bushaltestelle</h3>



<p>Falls Sie mal weiter weg müssen, fahren Sie mit der Kutsche zur Hauptkreuzung, stellen das Pferd auf dem Pferdeparkplatz ab und steigen in den Bus. Sie dürfen nämlich Transportmittel benutzen, nur nicht selbst fahren.</p>



<p>Wie ist es für Sie? Fragen wir nach. Ganz normal, sie kennen ja nichts anderes. Stimmt, darauf hätten wir auch kommen können – es ist nur für uns komisch. Sie werden wahrscheinlich das Gleiche über uns denken.</p>



<p>Andere mennonitische Gemeinschaften haben das anders gelöst. Sie feiern ihren Gottesdienst wie in Spanish Lookout, nutzen aber auch gerne alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens.</p>



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<p>Sie fahren grosse Fahrzeuge, noch grössere Traktoren, produzieren Fleisch in Mastbetrieben und bewirtschaften riesige Felder auf abgeholzten Flächen. Das ist ein etwas anderes Bild als das in Springfield. Doch irgendwie auch normal: 2015 zählte die Mennoniten-Weltkonferenz 2,1 Millionen Täufer, da gibt es viele verschiedene Arten zu leben. Davon werden etwa 65 000 zur alten Ordnung gezählt. Eine stetig wachsende Gruppe durch die vielen Kinder.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-2-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2360" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-2-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-2-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-2-2000x3556.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/03/Mennoniten-2-2-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Selbstbedienungsladen in Springfield.</figcaption></figure>
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<p>Ein paar Stunden später, nachdem sie auch uns mit Fragen zu China (dort bestellen sie viele Produkte) und Europa gelöchert haben, geht es für uns weiter. Wir übernachten nicht dort, da wir ihre Gastfreundschaft nicht ausnutzen wollen.</p>



<p>Auf dem Rückweg halten wir noch im Selbstbedienungsladen. Ein Glas Einmachgurken kommt mit. Bezahlt wird auf Vertrauensbasis. Das Rückgeld liegt in der Kasse, die nicht einmal abgeschlossen ist, gleich zur Verfügung. Der Besitzer des Ladens meinte vorher nur als er uns auf der Strasse ansprach, sie hätten mal davon gehört, dass es so etwas gibt, und wollten es selbst ausprobieren. Es funktioniere wunderbar und die Kasse stimme immer.</p>
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