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	<title>Michael &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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	<title>Michael &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Arbeiten unterwegs Teil 2 – Crocodile Dundee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Über den Sommer habe ich Kaimane gefangen und Touristen durch den Amazonas in Bolivien geführt. Was ich sonst noch so gemacht habe erfährst du hier.]]></description>
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<p class="has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-7cb5f4921ecf04bc140c8703253f3673">Als ich in der Chuchini Lodge ankam, fing ich sofort an zu arbeiten, die Einarbeitungsphase sah so aus, dass ich die ersten Tage als Dolmetscher Spanisch-Englisch mit dem Chef Ibis mitging und mir so viel und so schnell wie möglich einprägen musste. Nach ein paar Tagen konnte ich die ersten Tagestouren selbstständig durchführen. In der wenigen Freizeit war ich fast immer mit Lernen beschäftigt. Aber Tourguide ist nicht gleich Tourguide, da es sich um einen kleinen Familienbetrieb handelt, war der Job als Tourguide nicht abschließend, sondern man half bei fast allem mit, wo man konnte. Flexibilität ist ein grosses Thema, denn Feierabend, Essenszeiten waren relativ dynamisch, auch je nach Gästeaufkommen.</p>



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<p><strong>Ein typischer Arbeitstag</strong> sah so aus, dass ich um 7.00 Uhr anfing, den Speisesaal für die Gäste zu reinigen, das Frühstück vorzubereiten und zu servieren, die neuen Gäste zu begrüßen und über den Tagesablauf zu informieren und selbst kurz zu frühstücken. Danach Mittagessen, Angelköder und Boot vorbereiten und beladen. Ein kurzer Check mit den Gästen, ob sie alles dabei haben und dann ab aufs Boot. Auf dem Fluss Ibaré die Flora und Fauna erklären und immer nach Tieren Ausschau halten. Irgendwann sichten wir Flussdelfine, die immer sehr interessant zu beobachten sind, oft entdecken wir auch Faultiere und Affen. Von den unzähligen verschiedenen Vögel fange ich gar nicht erst an.</p>
</div>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Boot-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1198" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Boot-1024x768.jpg 1024w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Boot-300x225.jpg 300w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Boot-2000x1500.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michi brieft die Touristen vor dem Bootsausflug.</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p>Am Ufer des Flusses Mamoré nehmen wir ein Schlammbad und gehen baden, während wir zu zweit das vorgekochte Mittagessen auf dem Boot zubereiten. Am Nachmittag baden wir und fischen an einer anderen Stelle Piranhas. Auf dem Mamoré, einem Zulauf des Amazonas, halten wir Ausschau nach weiteren Wildtieren. Auf dem Rückweg installiere ich Hängematten für die Gäste auf dem Boot und serviere Früchte und Getränke. Zurück in der Chuchini Lodge erwartet uns Miriam, die Chefin, mit einem frischen kalten Fruchtsaft und wir informieren die Gäste über den Ablauf des Abends. In der Zeit, in der sich die Gäste ausruhen oder duschen können, heißt es für mich Fische ausnehmen und beim Servieren des Abendessens helfen. Danach esse ich selbst kurz zu Abend und bereite mich auf das Abendprogramm vor. </p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Steuer-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1199" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Steuer-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Steuer-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Steuer-2000x3556.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_Steuer-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michi steuert das Motorboot.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Gleich nachdem die Gäste fertig gegessen haben, gebe ich ein kurzes Briefing und bringe die Gäste zum Boot auf der Lagune. Dort halte ich Ausschau nach Kaimanen und anderen Tieren. Der Fahrer fährt relativ blind und folgt genau den Kommandos, die ich ihm mit der Taschenlampe gebe. Es ist wichtig, dass wir gut zusammenarbeiten, sonst wird es ungemütlich und wir könnten irgendwo hineinfahren. </p>
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<p> Sobald ich ein Tier sehe und seine Körpergrösse richtig einschätze, fährt der Fahrer hin und ich fange es mit den Händen (was meistens gelingt). Zuerst überprüfe ich, ob es gesund und wohlgenährt ist. Manchmal muss ich den Jungtieren Fremdkörper wie Stacheln, Fischknochen oder Blutegel aus dem Maul entfernen, weil sie daran ersticken könnten. Danach erzähle ich den Gästen etwas über diese faszinierenden Tiere und wenn wir Glück haben, finde ich noch eine oder zwei andere Arten. </p>



<p>Für mich ist es immer wichtig, den Gästen zu erklären, warum wir die Tiere fangen, präsentieren und dann wieder freilassen. Denn die Krokodilartigen (verschiedene Arten, auch gefährdete) werden oft gewildert und an Restaurants und Souvenirshops verkauft. Für mich ist auch wichtig, dass wir den Gästen die Angst nehmen können und durch den direkten Körperkontakt eine emotionale Beziehung aufbauen können. Denn es soll keine Show sein, damit die Gäste bloss Fotos mit den Kaimanen machen können, sondern ein edukativer Exkurs. Wenn dieses Bewusstsein erst einmal vorhanden ist, werden die Menschen hoffentlich darüber nachdenken, ob sie illegal gewilderte Tiere als Souvenir oder zum Essen bestellen sollen. Gegen 21.30-22.30 Uhr kommen wir wieder in der Lodge an, wo ich noch einige Fragen beantworte, bevor ich mich in den Feierabend verabschiede.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_mit_Kaiman-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1200" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_mit_Kaiman-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_mit_Kaiman-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_mit_Kaiman-2000x3556.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_mit_Kaiman-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michi mit Kaiman.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Ja, die Tage sind sehr lang und es bleibt nicht viel Zeit für mich, aber die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, immer in der Natur zu sein und trotz einer gewissen Routine jeden Tag etwas Neues zu entdecken, erfüllt mich mit Freude. Es ist auch immer sehr schön, wenn die Gäste zufrieden abreisen und erzählen, was ihnen besonders gefallen hat und was sie gelernt haben. Natürlich haben wir verschieden Aktivitäten welche wir anbieten, Nebst Naturbeobachtungen auf dem Fluss, wandern, eine einfachen Zip-Line, Biken, Angeln und Reiten und ein eigenes Museum bringen eine gute Abwechslung für die Gäste wie auch für mich als Guide.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-secondary-background-color has-background"><em>Die <a href="https://chuchiniamazonjungletoursbolivia.referralrock.com/l/MICHAELSCHU/">Chuchini Lodge</a> besteht aus 300 Hektar Privatland und die Besitzer haben sich seit 1972 dem Schutz des Gebietes mit seiner Flora&amp;Fauna und dem Ökotourismus verschrieben. Durch das Jagdverbot gibt es ein erhöhtes Wildtieraufkommen, dies ist auch auf den Kamerafallen wo oft Jaguare und Pumas passieren, gut ersichtlich. In Bolivien gilt es als die Dschungeltour-Alternative, die im Gegensatz zu Rurrenabaque nicht überlaufen ist. Nach meiner Abreise wurde eine Photovoltaikanlage installiert und nun gibt es permanent Strom.</em></p>
</div>
</div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Während meiner Zeit in der Chuchini Lodge konnte ich recht schnell viel vom Besitzer Ibis, der dort aufgewachsen ist, und auch von der Chefin lernen. Mit der ganzen Gästebetreuung und dem Gastronomiebereich hatte ich vorher wenig Berührungspunkte. Auch als jemand, der hauptsächlich mit dem Löffel isst, musste ich erst lernen, dass es viel Besteck braucht und dieses richtig oder falsch angeordnet werden kann. Man serviert auch nur von einer Seite und Limetten schneidet man so, dass man die Kerne nicht durchschneidet, damit sie nicht bitter werden, auch das musste ich erst lernen. Dann gibt es noch die klassischen Unterschiede zur Schweiz, z.B. dass man das ganze Geschirr vor dem Servieren noch einmal putzt und allgemeine Kontrollen. </p>



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<p>Die Umstände im südamerikanischen Dschungel sind einfach anders als in der Schweiz. Es gibt auch keine Maschinen wie Geschirrspüler oder permanenten Strom. Elektrizität gab es nur am Abend, aber tagsüber brauchten wir auch keinen Strom, da ich immer mit den Gästen unterwegs war, welche meistens ca. 3 Tage blieben. </p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_erklaeren-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1201" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_erklaeren-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_erklaeren-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_erklaeren-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_am_erklaeren-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michi am Erklären während der Dschungeltour.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_im_Dschungel-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1202" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_im_Dschungel-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_im_Dschungel-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_im_Dschungel-2000x3556.jpg 2000w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michi_im_Dschungel-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michi rettet eine Boa vor dem Feuer.</figcaption></figure>
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<p>Insgesamt habe ich fast 3 Monate in der Lodge gearbeitet und sehr viel gelernt. Highlights wie Jaguare oder eine Harpya zu entdecken hat schon was faszinierendes an sich. Natürlich wurde ich auch mal von einem Piranha und einer Schlange gebissen, aber beides hat sich gelohnt, die junge Boa konnte ich vor einem Feuer retten und der Piranha schmeckte frittiert köstlich.&nbsp; </p>



<p>Außerdem fand ich den Umgang mit den Gästen sehr interessant, da jeder eine andere Geschichte und einen anderen Hintergrund hat. Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist sehr interessant, da sie oft wissbegierig und motiviert sind etwas Neues zu lernen und auszuprobieren. Natürlich gab es auch Gäste, mit denen es mehr Spass gemacht hat und andere, mit denen es weniger Spass gemacht hat. Auch habe ich ein besseres Verständnis für Tourismusangestelle entwickelt da ich dann vielleicht auch mal nachsichtiger bin oder aber auch mal mehr die Augen verdrehe, je nach Situation halt.</p>
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		<title>Arbeiten unterwegs – offline Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Arbeiten unterwegs ist immer so ein Thema. Hier mal etwas dazu, wie es bei uns so läuft.]]></description>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Es ist stockdunkel und ich stehe am Bug des Bootes, das durch die nächtliche Lagune schippert. Hinter mir eine Handvoll Touristen und der Fahrer, der den Aussenbordmotor bedient. Plötzlich sehe ich die Augen über der Wasseroberfläche funkeln und der Fahrer lenkt das Boot meinem Lichtstrahl der Taschenlampe nach. Als ich die Ärmel hochkremple, verlangsamt er das Tempo. </p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Dann, zack, greife ich entschlossen ins Wasser unter mir. Der Motor des Bootes ist aus und ich schalte auch die Taschenlampe aus &#8211; absolute Stille. Als ich meine Hand aus dem Wasser ziehe und mich in völliger Dunkelheit den Touristen zuwende, sind alle gespannt. Ich knipse die Taschenlampe wieder an und halte einen ruhigen Kaiman in der Hand. Für die Besucher ist es eine spezielle Situation, einige reagieren aufgeregt, andere ganz gelassen. Dann fahre ich wie fast jeden Abend mit meinem Vortrag und den Erklärungen zum Tier, zur Bedrohung und zum Naturschutz fort und kontrolliere das Tier auf Parasiten wie Blutegel, bevor ich es wieder zurücksetze oder mangels Futtervorkommen umplatziere.</p>
</div>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="778" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michael_auf_dem_Boot-778x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1176" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michael_auf_dem_Boot-778x1024.jpg 778w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michael_auf_dem_Boot-228x300.jpg 228w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Michael_auf_dem_Boot.jpg 1079w" sizes="auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michael hält Ausschau nach Tieren</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p><strong>Aber wie hat das ganze angefangen?</strong></p>



<p>Wer heutzutage auf Reisen geht, kommt an den Begriffen Digital Nomad und Online Arbeiten nicht vorbei. Es gibt Dutzende von Foren und Diskussionen über Online-Arbeit unter Reisenden. Einige Jobs funktionieren besser, andere schlechter. Wir werden unterwegs immer wieder gefragt, ob wir unterwegs arbeiten. Wenn dann das Wort online fällt, gibt es meist nicht mehr viele Fragen. Was vielen Reisenden heute aber vergessen, dass man nicht unbedingt Übersetzer oder Programmierer sein muss, denn es gibt da immer noch die guten altmodischen Offline Jobs. Natürlich ist der Lohn halt Landesabhängig, aber es gibt alle möglichen Jobs, die man machen kann. Man muss nur fragen, motiviert und offen für Neues sein, manchmal gegen Kost und Logis, manchmal gibt es auch Lohn. </p>



<p>Was mich persönlich betrifft: Wenn ich zu Hause gefragt wurde, ob ich unterwegs arbeiten würde, habe ich immer gesagt, wenn ich etwas sehe, was mir Spass macht, warum auch nicht, für eine Weile. Es ist oft vorgekommen, dass ich bei Leuten, die uns eine Übernachtungsmöglichkeit oder sogar Essen angeboten haben, im Gegenzug kleine Instandhaltungsarbeiten am Haus gemacht habe. Das morsche Gartentor bei Toni &amp; Nena in Bolivien repariert, die Dusche bei Breno und seiner Frau auf ihrem neu eröffneten Campingplatz in Brasilien oder auch einen neuen Steg über ihren Teich gebaut. Was immer wieder vorkommt sind Türen und Fenster anpassen, da sie oft schlecht verarbeitet und eingebaut sind und den Rest erledigt dann die Witterung und die Feuchtigkeit. Was man manchmal an Bastelarbeiten sieht, ist unglaublich, vieles funktioniert nur mit Tricks und ohne Reparatur oder Wartung. Wie auch immer, meinen ersten richtigen Job unterwegs bekam ich per Zufall.</p>
</div>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Steg_bei_Breno-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1179" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Steg_bei_Breno-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Steg_bei_Breno-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Steg_bei_Breno.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Steg bei Breno und Rosana.</figcaption></figure>
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<p>So kam es, dass wir im bolivianischen Amazonasbecken eine Weile in einer Lodge campierten, die von einem schweizerisch-bolivianischen Paar geführt wird, aber nicht wirklich an den organisierten Touren teilnahmen. Wir gingen halt selbst in den Wald und suchten Tiere. Da wir auch einiges fanden, und dann auch der Chefin erzählen, was wir so gesehen hatten, sagte sie mehr beiläufig aus Spass, «Ah du kennst die Tiere ja sehr gut und sprichst auch 3 Sprachen, willst du nicht gleich bei uns arbeiten?» Ich antwortete ihr, dass mich die Tiere und die Natur halt schon seit meiner Kindheit interessieren &amp; faszinieren, aber wir weiterziehen müssen. </p>
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<p>Nach ein paar Monaten hatte ich dann aber doch gedacht, dass es interessant wäre und Cora hat mich immer wieder animiert, ich soll es doch einfach machen, da ich mich oft über die anderen Tourguides aufgeregt habe. Ich soll´s doch besser machen. Da Cora sowieso für einige Monate nach Europa flog, fragte ich kurzerhand nach, ob sie immer noch jemanden für die Hochsaison suchten? Sie sagte ja, und erklärte mir per WhatsApp genau was mich erwarten würde. Ich fand das gut und wir machten den Deal. </p>



<p>Als Cora von Peru nach Europa geflogen ist, bin ich zurück nach Trinidad in Bolivien gefahren. Da es dort aber noch nicht so viele Gäste gab, machte ich vorher einen Zwischenstopp und verbrachte eine Woche in Rurrenabaque, wo es viel regnete und viele Touristen gab, aber auch ein gemütliches Café, in dem ich mich einrichtete und mich auf den Job vorbereitete, Tiere und andere Dinge online lernte.</p>



<p>Was mich als Tourguide erwartet und ob es schmerzhaft ist, von Piranhas gebissen zu werden, erfahrt ihr nächste Woche im zweiten Teil.</p>
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